Neteller, Moneybookers, Kalixa: Prepaid-Kreditkarten inkl. Konto

Prepaid-Kreditkarten gibt es inzwischen zuhauf. Der neueste Trend kommt aus England: Eine Prepaid-Karte von MasterCard inkl. Konto, teilweise sogar gekoppelt mit einem Online-Bezahlsystem.

09.09.10

Fast täglich kommen neue Kreditkarten auf den Markt - meistens vom Typ Prepaid-Karte. Die Funktionsweise ist immer gleich: Erst aufladen, dann einsetzen. Doch es gibt auch bei Prepaid-Kreditkarten feine Unterschiede. Während die günstigsten Prepaid-Karten aus Deutschland ab ca. 20 Euro im Jahr zu haben sind, kosten Karten aus Gibraltar in der Regel knapp 40 Euro und werden mit einer Girokonto-Funktion angeboten. Die Konkurrenz aus dem Vereinigten Königreich verlangt hingegen eine verhältnismäßig geringe Jahresgebühr. So ist die Kalixa sogar kostenlos und die Moneybookers MasterCard bereits für 10 Euro im Jahr erhältlich. Ein weiteres Angebot kommt von Neteller . Die Karten werden jeweils als Mastercard angeboten.

Prepaid-Kreditkarte mit angehängtem Konto
Die Funktionsweise der Prepaid-Kreditkarten aus England unterscheidet sich ein wenig von der anderer Prepaid-Karten: Nicht die Karte selber wird mit einem Guthaben aufgeladen, sondern ein angehängtes Konto (eWallet) bei einem so genannten “E-Money-Anbieter“. Manchmal verfügt solch ein Anbieter über ein eigenes Online-Bezahlsystem, wie beispielsweise Moneybookers, das neben Paypal oder ClickandBuy zu den bekanntesten zählt. Das Guthaben auf der Kreditkarte ist mit dem Guthaben auf dem Konto direkt verknüpft – ganz ähnlich wie bei einer ec/Maestro-Karte und einem Girokonto. Um die Kreditkarte zu nutzen, laden Sie Geld auf das Konto. Die Kreditkarte kann sofort überall dort eingesetzt werden, wo MasterCard akzeptiert wird. Der Betrag wird unmittelbar vom dazugehörigen E-Konto abgebucht.

Persönliche Daten Online schützen
Ein großer Vorteil ist, dass diese Kombination aus Konto und Kreditkarte es allen Kunden ermöglicht, ohne Preisgabe persönlicher Kontoverbindungs- oder Kartendaten im Internet zu bezahlen sowie Geld über eine E-Mail-Adresse zu überweisen oder zu empfangen. Außerdem können diese Konten in verschiedenen Währungen geführt werden. In bestimmten Fällen ist nämlich eine Kontoführung in einer anderen Währung, beispielsweise dem Britischem Pfund (GBP), günstiger.

Geringes Risiko für Karteninhaber
Neben der geringen Jahresgebühr und den angesprochenen praktischen Vorteilen stellt sich noch die Frage nach der Sicherung der Einlagen auf dem Konto: Die genannten Anbieter werden von der Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien reguliert - sie unterliegen nicht dem deutschen Einlagensicherungsfond. Die Eigenmittel betragen mindestens 1 Million Euro. Darüber hinaus muss ein E-Money-Anbieter zu jeder Zeit genügend liquide Mittel halten, um das gesamte ausstehende E-Geld zurückzahlen zu können und laufende operative Ausgaben zu decken. Das Risiko für Karteninhaber, ihr Guthaben zu verlieren, ist also gering.

Vergleicht man die drei Anbieter Kalixa, Moneybookers und Neteller, so stellt man schnell fest, dass das Angebot von Neteller aufgrund der Gebührenstruktur das schlechteste ist. Empfehlenswert hingegen sind die Offerten von Kalixa oder Moneybookers: Null bis ca. zehn Euro Jahresgebühr, unter zwei Euro pro Bargeldabhebung und kostenlose Konto-Aufladungen. Moneybookers bietet jedoch ein eigenes Bezahlsystem, im Gegensatz zu Kalixa, an. Dafür berechnet Kalixa keine Jahresgebühren.

Autor: Werner Müller

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