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Bezahlen im Urlaub

Wie bezahlt man im Urlaub? Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte sich der Urlauber schon ein paar Wochen vor dem Reisetermin mit dieser Frage beschäftigen.

1. Bargeld
Ein kleine Summe Bargeld gehört in jedes Urlaubsportemonnaie. Doch mehr als umgerechnet ein- oder zweihundert Euro sollten es auf keinen Fall sein, denn von allen Reisezahlungsmitteln ist Bargeld das unsicherste. Wird es gestohlen oder geht es verloren, gibt es dafür keinen Ersatz. Nimmt man nun Euro oder schon die Urlaubswährung mit auf die Reise? Und wo tauscht man am günstigsten? Viele der Euro-Teilnehmerländer gehören zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Wer dorthin reist, braucht sich keine Gedanken mehr um Wechselkurse oder Tauschgebühren zu machen. In den meisten Ländern ist es besser, erst vor Ort zu tauschen. Dazu gehören etwa die Türkei, Polen oder Ungarn. Auch in Nordafrika, Fernost oder Südamerika tauscht man günstiger als zuhause. Die hohe Inflationsrate in diesen Ländern bringt Kursvorteile. Hier lohnt sich der Gang zum Bankschalter oder zu einer offiziellen Wechselstube, dort sind die Kurse oft günstiger als am Geldautomaten. Im Auge behalten sollte man dabei allerdings die Gebühren. Geht die Reise nach Großbritannien, in die Schweiz oder in ein anderes Land mit sogenannter 'harter Währung', tauscht man besser bereits in Deutschland. Doch auch hier heißt es auffpassen: Viele Banken bitten die Reisenden mit hohenTauschgebühren zur Kasse. Deshalb lohnt ein Preisvergleich. Die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher hat ermittelt, dass die Kosten für den Bargeld-Tausch durchschnittlich zwischen zwei und vier Prozent des gewechselten Betrages betragen. Die Postbank bietet ihren Girokunden ausländisches Bargeld über den so genannten Travel-Service an. Bis 12 Uhr bestellt, liefert die Postbank alle gängigen Reisewährungen am Folgetag nach Hause. Bei 'exotischen' Währungen dauert es maximal zwei Arbeitstage. Bestellt wird per Telefon oder Internet. Das Entgelt beträgt 6,50 Euro pro Währung.

Tipp: Vergleichen Sie die Tauschgebühren bei den verschiedenen Banken.

2. Die Maestro-Karte
Die Maestro-Karte, Nachfolger der ec-Karte, ist eines der wichtigsten Zahlungsmittel im Urlaub. Mehr als 4,8 Millionen Geschäfte in Europa haben die für das Bezahlen mit der Maestro-Karte erforderlichen Terminals eingerichtet, über 300 000 Geldautomaten liefern das nötige Bargeld. Außerhalb Europas findet der Reisende von Australien bis Zaire rund 800 000 Geldautomaten mit dem Maestro-Zeichen. Zum Bezahlen etwa in Kaufhäusern oder Tankstellen kann man die Maestro-Karte weltweit bei 9,8 Millionen Akzeptanzstellen einsetzen. Da fast alle Girokonten heute mit einer Maestro-Karte ausgestattet sind, verursacht sie in der Regel keine Zusatzkosten. Beim Bezahlen in der Euro-Zone fällt kein Entgelt an, außerhalb berechnet die Postbank 1,85 Prozent des Umsatzes. Für das Abheben an einem Geldautomaten im Euroland ist ein Entgelt von ein Prozent der Auftragssumme fällig, mindestens jedoch vier Euro. Steht der Geldautomat außerhalb der Eurozone, berechnet die Postbank ein Entgelt von ein Prozent der Summe, mindestens 4,50 Euro. Neben dem Reisescheck und der Kreditkarte ist die Maestro-Karte ein sicheres Zahlungsmittel, da sie nur in Verbindung mit der persönlichen Geheimnummer (PIN) gültig ist. Doch trotz aller Vorteile gilt auch für die Maestro-Karte: Man sollte sich nie auf ein Zahlungsmittel allein verlassen. Vor allem nicht, wenn man in Regionen reist, die abseits touristischer Zentren liegen.

Tipp: Beim Sperren der Maestro-Karte zählt jede Minute. Denn erst, wenn die Sperre bei der Bank eingegangen ist, haftet der Kunde nicht mehr für unberechtigte Abhebungen.
In den Urlaubsregionen Nordafrikas wie Tunesien oder Marokko und in Ländern des ehemaligen Ostblocks können technische Probleme das Bezahlen oder Geldabheben mit der Maestro-Karte zeitweise erschweren. Deshalb neben der Maestro-Karte auch Reiseschecks mitnehmen. Für Marokko und Ägypten empfiehlt die Postbank Traveler-Cheques in US-Dollar, in den anderen Ländern werden auch Euro-Reiseschecks akzeptiert.

3. Weltweit akzeptiert - Kreditkarten
Die Plastikkarten werden als Reisebegleiter nicht nur in Europa ständig beliebter: Sie werden immer häufiger akzeptiert und sind weltweit einsetzbar. So kann man rund um den Globus bei mehr als 22 Millionen Akzeptanzstellen mit seiner Visa- oder MasterCard bezahlen. Legt man im Euroland beim Einkauf die Kreditkarte auf den Tisch, zahlt man nur den Verkaufspreis, ein zusätzliches Entgelt für den Einsatz der Karte fällt nicht mehr an. Zudem schont man durch das Bezahlen per Kreditkarte die Bargeldreserven und vermeidet das gebührenpflichtige Abheben am Geldautomaten. Viele Kreditkarten bieten dem Kunden außerdem einen Zinsvorteil, da der Betrag oft erst bis zu vier Wochen später vom Konto abgebucht wird. Die Kosten halten sich dagegen in Grenzen. Auch unter Sicherheitsaspekten sind Kreditkarten ein empfehlenswertes Zahlungsmittel: Wird die Plastikkarte gestohlen, kann man sie sofort sperren lassen. Nach der Verlustmeldung haftet der Urlauber nicht mehr für einen eventuellen Schaden. Für den Zeitraum zwischen Verlust und Meldung bei der Bank steht man in der Regel mit maximal 50 Euro gerade. Auf Wunsch liefern viele Banken sogar innerhalb von 24 Stunden eine Ersatzkarte ins Ausland.

Tipp: Wer in Frankreich oder Dänemark seine Kreditkarte zum Bezahlen im Geschäft einsetzen möchte, sollte seine Geheimnummer im Kopf haben. Denn unter Umständen muss der Urlauber diese in ein neben der Kasse stehendes Gerät eingeben und dann die grüne Bestätigungstaste drücken.

4. Reise-Schecks: Mit Sicherheit immer flüssig
Das große Plus der Reiseschecks, auch Traveler-Cheques genannt, ist ihre Sicherheit. Bei Diebstahl oder Verlust erhalten Urlauber innerhalb von 24 Stunden kostenlos Ersatz. Erstattet wird der volle Betrag, ohne dass zusätzliche Entgelte anfallen. Beim Kauf von Reiseschecks berechnen Banken in der Regel eine Gebühr von einem Prozent des Kaufpreises. Am besten kauft man Reiseschecks in der Währung des Reiselandes. Beim Einlösen des Schecks ist bei Banken, Hotels und Wechselstuben häufig ein weiteres Entgelt fällig. Mehr und mehr Akzeptanzstellen verzichten jedoch darauf. In den USA werden Reiseschecks wie Bargeld akzeptiert. Für das Einlösen fällt kein zusätzliches Entgelt an. American Express bietet den Reisescheck für Zwei an. Diese Schecks in US-Dollar können von zwei Reisepartnern als Zahlungsmittel verwendet werden.

5. Traveler Cheques Card
Neu im Programm ist die American Express Travelers Cheque Card, der Reisescheck im Kartenformat. Diese Prepaid-Karte wird in den Währungen Euro, US-Dollar oder Britisches Pfund angeboten und ist genauso sicher wie ein Reisescheck. Das Aufladen der Karte ist kostenlos und ganz einfach per Telefon oder Internet möglich. Im Rahmen des Guthabens können pro Tag am Geldautomaten bis zu 500 Euro Bargeld von der Karte abgehoben werden. Weltweit nehmen mehrere Millionen Geschäfte und Restaurants die Karte als Zahlungsmittel an. Zudem ist sie sicherer als Bargeld: Bei Diebstahl oder Verlust wird das Guthaben auf der Karte innerhalb von 24 Stunden ersetzt. Die Karte ist drei Jahre gültig und kostet 20 Euro.

6. SparCard: Preiswert und praktisch
Für Preisbewusste ist die Postbank SparCard eine igünstige Variante, um im Urlaub an Bargeld zu kommen. Weltweit stehen rund 900 000 Visa-Plus-Geldautomaten zur Verfügung, an denen der Urlauber rund um die Uhr Geld von seinem Sparguthaben abheben kann. Gleichzeitig wird die Spareinlage verzinst. Bis zu 2000 Euro kann man sich pro Kalendermonat ohne vorherige Kündigung auszahlen lassen. Dabei garantiert die persönliche Geheimzahl (PIN) Sicherheit. Kontoüberziehungen und bargeldloses Bezahlen sind allerdings mit der SparCard nicht möglich. Abhebungen an Postbank-Geldautomaten kosten nichts. Im Ausland sind vier Auszahlungen am Automaten im Jahr entgeltfrei, danach fallen pro Abhebung am Geldautomaten 5,50 Euro an.

Tipp: Wieviel Geld der Urlauber pro Verfügung im Ausland von seiner SparCard abheben kann, legen die Betreiber der Geldautomaten fest. Die Höhe kann von Land zu Land stark variieren.

7. Für den Notfall: Bargeld-Transfer
Ein unbedachter Moment - und schon ist es passiert. Ein Dieb hat zugegriffen. Wenn ein Reisender trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal 'blank' dasteht, muss der Urlaub deshalb nicht zu Ende sein. Mit Hilfe des 'Minuten-Service' ist ein Geldtransfer zu 220 000 Auszahlungsstellen in 195 Urlaubsländern weltweit innerhalb kürzester Zeit möglich. Das Geld wird in Deutschland bar in einer Filiale der Deutschen Post ein- und im Ausland bar ausgezahlt. Nimmt der Kunde am Postbank-Telefon-Banking teil, sind auch Abbuchungen von Postbank-Girokonten möglich. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich in Landeswährung, vereinzelt auch in US-Dollar. Abfordern kann man den Betrag im Urlaubsland bereits 30 Minuten nach der Einzahlung. Die Kosten: Beim Minuten-Service berechnet die Postbank vier Prozent der Auftragssumme, mindestens jedoch 20 Euro als Entgelt, wenn der Betrag innerhalb des Euro-Raumes übermittelt wird. Für alle übrigen Länder beträgt das Entgelt fünf Prozent, mindestens 26 Euro.



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