Kreditkarteninformationen im Schwarzmarkt: Kreditkartenbetrüger dealen nun mit Bahntickets

Immer mehr Kreditkartenbetrüger und Kriminelle dealen auf dem Schwarzmarkt mit Online-Bahntickets. Das ist nicht nur illegal und höchst strafbar, sondern schadet dem Kreditkartenbesitzer ebenso wie der Deutschen Bahn.

26.10.16
Kreditkartenbetrug bei der Bahn ©iStock

• Über 100.000 Betrugsversuche mit gestohlenen Kreditkarteninformationen bei der Bahn pro Jahr.
• Unseriöse Zahlungsmethoden können auf Betrüger hindeuten.
• Vergleichen Sie stets den Ticket- mit dem Angebotspreis.

Kreditkartenbetrüger machen schon lange vor Nichts mehr halt. Aktuell in ihrem Visier sind (Online-) Bahntickets der Deutschen Bahn. Dabei besorgen sie sich im Darknet illegal Kreditkarteninformationen unterschiedlichster User, mit denen sie sich Bahntickets im Internet kaufen und folglich günstig wieder verkaufen. Über 100.000 Betrugsversuche und damit einen Schaden in Millionenhöhe, verzeichnet die Bahn jedes Jahr.

Kreditkartenbetrug bei Bahntickets – Erste erfolgreiche Anklage

Erst vor kurzem verurteilte das Landgericht Hannover einen Datendieb, der mit illegal erworbenen Kreditkarteninformationen über 500 Bahnkarten verkaufte. Die Masche des Kreditkartenbetrügers war einfach: Online mussten Bahnticket-Interessierte ihre persönlichen Daten, sowie die E-Mail-Adresse angeben, um den Kauf abschließen zu können – Bezahlt wurde zu Beginn mit Bargeld per Post. Nachdem die Seriosität des Händlers jedoch angezweifelt wurde, bot er Online-Bezahlmethoden über Dienste wie zum Beispiel Paysafecard an.

So schützen Sie sich vor Kreditkartenbetrügern

Die Betrüger ergaunern sich Kreditkarteninformationen mit denen sie die Bahntickets kaufen. Oftmals verkaufen sie diese dann zu einem günstigeren Preis als dem, der original von der Deutschen Bahn angeboten wird. Mit ausgedachten Stories vom besten Freund, der krank wurde und die Bahnkarte nun verkaufen muss bis hin zur Tante, die bei der Bahn arbeitet und günstig an Tickets kommt bringen die Betrüger die Karten an den Mann. Ein wichtiger Tipp des Leiters für Zahlungsverfahren der DB Vertrieb GmbH, Kai Brandes, ist, dass im Normalfall ein Ticket genau so viel kostet, wie auf dem Ticket angegeben wurde. Demnach sollte man beim online Einkauf günstiger Tickets vorsichtig sein und sich lieber zwei Mal überlegen, ob die Quelle auch wirklich vertrauensvoll ist, oder es sicherer erscheint, die Bahnkarte über den herkömmlichen Weg zu erwerben.

Autor: Alica Wilhelm