Kartensicherheit

Betrug am Automaten

Die neue Masche am Geldautomaten: abkleben - abzocken - abhauen

Bisher hörte man immer wieder von Abzocke am Geldautomaten indem Betrüger die Kartendaten von Bankkunden illegal ausspähten (Skimming). Meistens geschieht das durch die Manipulation des Kartenlesegeräts am Türöffner der Banken oder direkt am Geldautomaten. Mit den so gewonnenen Daten können Duplikate der EC- oder Kreditkarten angefertigt werden. Das allein reicht für die Betrüger aber noch nicht aus, um an Bargeld zu kommen. Dafür benötigen die Täter die Geheimnummer zu jeder Karte. Gut getarnte Mini-Kameras über dem Automaten beobachten deshalb die Kunden bei der Eingabe der Nummer. Gegen dieses Vorgehen kann sich jeder Bankkunde ganz einfach schützen:
1. Verwenden Sie unterschiedliche Karten am Türöffner und am Geldausgabeautomaten
2. Verdecken Sie bei der Eingabe der Geheimnummer das Tastenfeld

Jetzt macht sich jedoch eine neue Betrugsmethode breit: die Verbrecher schrauben eine mit Spezialkleber beschichtete Leiste direkt über den Geldausgabeschlitz an. Die Geldscheine bleiben daran kleben und der Automat meldet eine Störung. Der Kunde schöpft in der Regel keinen Verdacht und wechselt zum nächsten Automaten. Diese Methode birgt jedoch ein höheres Risiko: die Betrüger müssen schnell handeln und die Leiste abschrauben, um das Geld entwenden zu können. Dazu halten sie sich stets in der Nähe des Geldautomaten auf.

Geraten Sie in eine solche Situation, sollten Sie die nähere Umgebung etwas genauer unter die Lupe nehmen und ggfs. die Polizei verständigen.

Hinweis: In Deutschland kann mit Duplikaten von EC- oder Kreditkarten kein Geld abgehoben werden. Hierzulande sind sämtliche Karten mit einem fälschungssicheren EMV-Chip ausgestattet. Im Ausland ist das Abheben von Geldbeträgen mit Duplikaten ohne diesen Chip durchaus möglich!