Prepaid-Kreditkarte

Prepaid-Kreditkarte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Die Prepaid-Kreditkarte funktioniert einfach und unkompliziert. Hinter ihr verbergen sich jedoch wichtige Vor- und einige Nachteile, die bei der Wahl der passenden Kreditkarte berücksichtig werden sollten.

Prepaid-Kreditkarte für Jung und Alt
• Prepaid-Kreditkarten müssen vor dem Einkauf mit Geld aufgeladen werden.
• Sie eignen sich besonders für Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringem oder unbeständigem Einkommen.
• Volle Transparenz und Kostenkontrolle bei geringem Risiko.
• Auf diese Gebühren sollten Sie achten.

Prepaid-Kreditkarten sind beliebte bargeldlose Zahlungsmittel bei Menschen mit geringem und unregelmäßigem Einkommen sowie einer relativ schlechten Schufa-Bonitätsbewertung, da sie eine volle Kostenkontrolle gewährleisten. Denn ähnlich wie Prepaid-Handyverträge müssen Prepaid-Kreditkarten vor der Nutzung mit Geld vom Girokonto aufgeladen werden – Eine leere Prepaid-Karte ist für den Käufer praktisch wertlos. Darüber hinaus gibt es auch Eltern, die ihre Kinder mit Prepaid-Karten ausstatten, um sie auf Klassenfahrten versorgt zu wissen.

Prepaid-Kreditkarte: Wie unterscheidet sie sich vom Rest und was zeichnet sie aus?

Die Prepaid-Kreditkarte unterscheidet sich von anderen Kreditkarten, wie der Charge, Debit oder Credit Card, mit Hinsicht auf die Bezahl- und Abrechnungsweise. Während die zu zahlenden Beträge bei der Charge Card in Form von Monatsrechnungen beglichen werden müssen, werden die Umsätze bei der Debit und Credit Card direkt beziehungsweise in Raten vom Giro-Konto abgezogen. Diese nachwirkende Bezahloption gibt es bei der Prepaid-Kreditkarte nicht. Hier muss die Karte im Vorfeld mit Geld aufgeladen werden, welches dann im Nachhinein ausgegeben werden kann. Es gibt keinen Kreditrahmen, sprich, nur eine aufgeladene Prepaid-Kreditkarte nützt dem Käufer.

Welche Vorteile ergeben sich bei einer Prepaid-Kreditkarte?

Der größte Vorteil der Prepaid-Kreditkarte ist die allumfassende Kostenkontrolle und das damit verbundene geringe Risiko. Jeder kann für sich selbst entscheiden wie viel Geld auf die Karte gebucht werden sollte, was bedeutet, dass man weder in die roten Zahlen rutschen noch im Falle eines Kartenverlustes oder Betruges ausgebeutet werden kann. Daher eignet sich die Prepaid-Kreditkarte vor allem bei Einkäufen im Internet und für Kinder und Jugendliche - denn hier entscheiden die Eltern, wie viel Geld den Sprösslingen zur Verfügung steht.

Prepaid-Kreditkarte für Minderjährige

Prepaid-Kreditkarten sind die einzigen Kreditkarten, die Minderjährigen zur Verfügung stehen – alle anderen Kreditkartentypen sind generell erst ab dem 18. Lebensjahr erhältlich. Nebst der Kostenkontrolle der Eltern, bietet die Prepaid-Kreditkarte den Vorteil des bargeldlosen Bezahlens auf Klassenfahrten oder Reisen im Ausland sowie dem Internet- Einkauf auf diversen (inter-) nationalen Online Sites.

Ein ebenfalls positiver Nebeneffekt der Prepaid-Kreditkarte für Kinder und Jugendliche ist der relativ geringe Wertverlust, falls die Karte dann noch mal aus den Augen geraten sollte. Wir empfehlen dennoch, keine zu hohen Beträge auf die Karte der Kinder zu buchen.

Eine speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Prepaid-Kreditkarte ist die Top Giro Visa Prepaid für junge Leute von Wüstenrot. Diese Karte kann für Kinder ab dem 7. Lebensjahr beantragt werden und bis zum Ende des 25. Lebensjahres ist diese sogar kostenfrei. Der Vorteil: Bei dieser Karte ist keine monatliche Mindestgeldaufbuchung erforderlich und mithilfe einer App sind alle Ein- und Ausgänge, Überweisungen und der Kontostand für Kinder und Eltern stets einzusehen.

Prepaid-Kreditkarte: Welche Nachteile gibt es?

Was viele bei der Beantragung einer Prepaid-Kreditkarte vielleicht nicht wissen: Nicht jedes Modell ist kostenfrei. Für manche Prepaid-Kreditkarten fällt eine Jahresgebühr an die von 19,- bis 160,- Euro reichen kann. Hier ist es also sinnvoll, sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, welche Karte sich lohnt – hinsichtlich der Nutzen beziehungsweise der Kosten. Außerdem gibt es Kreditkartenanbieter, die die Bargeldabhebung auf einen gewissen Betrag pro Tag (beispielsweise 100 Euro) beschränken. Falls man also im Vorfeld weiß, dass dieser Betrag nur schwierig eingehalten werden kann, sollte man vorsichtshalber auf eine Charge, Debit oder Credit Card umschwenken. Des Weiteren werden Prepaid-Kreditkarten in manchen Hotels oder Mietwagenfirmen außerhalb der EU nicht akzeptiert, da den Verkäufern schlichtweg der Aspekt des Kredites fehlt, was ein höheres Risiko birgt. In dem Fall sollte man sich ebenfalls im Vorfeld über potenzielle Alternativen informieren.

Kosten bei der Prepaid-Kreditkarte, die Sie im Blick halten sollten

Neben der Jahresgebühr, gibt es eine Reihe an versteckten Kosten, mit denen der Kunde im Vorfeld gar nicht rechnet. So erheben beispielsweise manche Prepaid-Kreditkartenanbieter Bargeldgebühren, sprich für jedes Mal Geldabheben am Automaten, muss der Kartenbesitzer zahlen. Dasselbe gilt für das Bargeldabheben in fremden Währungen. Hier ist meist ein gewisser Prozentsatz des auszuzahlenden Betrages fällig. Zudem sollte man immer sehr gut auf seine Prepaid-Kreditkarte aufpassen, denn bei Verlust und Neuanschaffung heißt es wieder: „Einmal zahlen bitte!“.

Die Prepaid-Kreditkarte im Überblick

Prepaid-Kreditkarten sind weitestgehend risikolos und gewährleisten eine hohe Transparenz und Kontrolle über alle Ausgaben. Daher eignen sie sich besonders für Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringem oder unregelmäßigem Einkommen. Hauptsächlich werden Prepaid-Kreditkarten im Rahmen von Interneteinkäufen oder Auslandsaufenthalten eingesetzt, die Karten sind allerdings in jedem Bereich nutzbar. Die großen Nachteile der Prepaid-Kreditkarte sind die versteckten Kosten und Einschränkungen im Ausland, mit denen der Kunde vorerst gar nicht rechnet.

Grundsätzlich ist die Prepaid-Kreditkarte eine Karte für Jedermann, die, mit gewissen Abstrichen, als vollwertige Alternative zu Charge, Debit und Credit Card betrachtet werden sollte.

Alica Wilhelm