Kreditkarten

Verbraucherrechte durch Gericht bestärkt

Bei strittigen Kreditkartenabbuchungen liegt die Beweislast bei den Banken.

Im konkreten Fall hatte eine Frau bereits mehrfach dubiose Abbuchungen auf ihrer Kreditkartenabrechnung festgestellt. Daraufhin ließ sie die Karten jeweils sperren und erhielt von der Bank das Geld zurück. Nachdem auch auf der dritten Karte von ihr nicht getätigte Umsätze auftauchten, forderte sie diese ebenfalls von der Bank ein. Die Bank weigerte sich mit der Begründung, die Frau habe ihre Kreditkartendaten entweder leicht für Dritte zugänglich gemacht oder sie habe die Umsätze sogar selber getätigt. Die Frau reichte daraufhin Klage ein und bekam vor dem Amtsgericht München recht.

Laut Urteilsspruch (Az.: 242 C 28708/08) muss die Bank im Zweifelsfall nachweisen, dass der Kunde tatsächlich die Umsätze veranlasst, selbst getätigt oder fahrlässig im Umgang mit den Kreditkartendaten gehandelt hat. Dieses im konkreten Fall nachzuweisen dürfte den Banken nicht ganz leicht fallen.