Wie Sie Kreditkartennummer und Sicherheitscode finden

Jede Zahl auf der Kreditkarte hat eine ganz bestimmte Bedeutung.

Kreditkarte Sicherheitscode
Kreditkarte Sicherheitscode

Auf Kreditkarten sind verschiedenste Daten abgebildet. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Kreditkartennummer und dem Sicherheitscode.

Bei der Kreditkartennummer handelt es sich um eine Reihe von Zahlen auf der Vorderseite einer jeden Kreditkarten. Die Nummer setzt sich je nach Anbieter aus 12-16 Ziffern zusammen, die in Blöcke von jeweils vier Ziffern aufgeteilt sind. Jede Zahl hat dabei eine Bedeutung und enthält Kreditkartendaten:


  • Ziffer 1-4: Geben den Hersteller, beziehungsweise Emittenten an.

  • Ziffer 5: Gibt die Kreditkartenart an (Standard-Kreditkarte, Gold-Kreditkarte, Platin-Kreditkarte etc.).

  • Ziffer 6: Gibt den Kreditkartentyp an (Haupt-, Zweit-, Partner- oder Business-Kreditkarte).

  • Ziffer 7-15: Geben die Kontonummer des Kreditkartenkontos bei der ausgebenden Bank an.

  • Ziffer 16: Gibt die Prüfziffer an, die sich nach einem ausgeklügelten Verfahren aus allen anderen Ziffern errechnet.

Die Issuer Identification Number (IIN)

Bei den ersten sechs Ziffern des Zahlencodes handelt es sich um die sogenannte Issuer Identification Number (IIN), auch Bank Identification Numer (BIN-Code) genannt. Die Nummer wird bei jedem Einsatz am Geldautomaten ausgelesen, um die Kreditkarte der ausgebenden Institution zuzuordnen und zu erschließen, um welche Karte aus dem Angebot des Herstellers es sich handelt. Außerdem wird ausgelesen, ob es sich um eine Haupt-, Zweit-, Partner- oder Business-Kreditkarte handelt.

Anhand der ersten beiden Stellen lässt sich die Kreditkarte dem Hersteller zuordnen. Die vier größten Kreditkarten-Anbieter haben folgende Präfixe:

  • VISA: 4

  • MasterCard: 51-55

  • Amex: 34 oder 37

  • Diners Club: 36 und 38

Die eigentliche Kreditkartennummer

Auf die IIN folgt die eigentliche Kreditkartennummer. Die Nummer ist bei jeder Kreditkarte individuell und macht so eine genaue Zuordnung zu dem zugehörigen Kreditkartenkonto und dem Inhaber möglich.

Achtung: Über die Kreditkartennummer lässt sich zwar das zugehörige Konto identifizieren, die Nummer stimmt allerdings nicht mit der Kontonummer überein. Daher lassen sich auch mehrere Karten mit unterschiedlichen Kreditkartennummern an das gleiche Konto koppeln.

Sicherheitsnummer der Kreditkarte

Die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) ist auf der Kreditkarte natürlich nicht zu finden, dafür aber noch eine drei- bzw. vierstellige Kreditkarten-Sicherheitsnummer, die nicht eingeprägt, sondern aufgedruckt ist. Kreditkarten-Insider bezeichnen die Sicherheitsnummer als Card Validation Code (CVC) oder Card Verification Code (CVV).

Der Sicherheitscode einer Kreditkarte ist weder im Magnetstreifen noch im Chip gespeichert, darf nach den Richtlinien der Kreditkarten-Unternehmen nicht maschinell ausgelesen werden und erscheint nicht auf dem Zahlungsbeleg des Händlers. Nur bei Kreditkarten-Zahlungen im Internet oder bei telefonischen Bestellungen wird der Securecode zur Sicherheit abgefragt. Ähnlich wie die Prüfziffer der Kreditkartennummer ergibt sich die Sicherheitsnummer durch einen Algorithmus aus der Kreditkarten-Nummer.

Hier finden Sie den Sicherheitscode der Kreditkarte

Der Sicherheitscode ist je nach Kreditkarten-Anbieter an verschiedenen Stellen aufgedruckt:


  • Visa und MasterCard
    Bei Visa- und MasterCard-Kreditkarten steht der Sicherheitscode in unmittelbarer Nähe zum Unterschriftsfeld, oft als letzter Nummernblock einer längeren Zahlenkombination oder abgesetzt auf einem weißen Hintergrund (ebenfalls nur gedruckt, nicht geprägt).


  • American Express
    Bei Kreditkarten von American Express befindet sich die vierstellige Nummer ganz rechts auf der Vorderseite.

Sicherheit: Kreditkarte nicht von beiden Seiten kopieren

Wenn Kreditkarten-Inhaber aus irgendeinem Grund eine Kopie ihrer Kreditkarte anfertigen, sollten sie auf keinen Fall die Rückseite kopieren. Wer die Kreditkartennummer und die Sicherheitsnummer hat, kann sich im Internet frei bedienen, solange der Karten-Inhaber keinen Verdacht schöpft und seine Kreditkarte sperren lässt. Dass man nicht einen Zettel mit seiner Persönlichen Identifikationsnummer zur Kreditkarte steckt, versteht sich von selbst.

Die Karte selbst, also das Plastik-Scheibchen, ist im Grunde unwichtig und dient nur als Datenträger. Für Zahlungsvorgänge im Internet gibt es daher schon „virtuelle“ Karten: Der Kreditkarten-Inhaber erhält Kreditkartennummer, Verfallsdatum und Prüfziffer, physisch existiert die Karte nicht.

Leonie Wiesner

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