Mobile Payment - Kontaktlos bezahlen

Die ersten Kreditkarten mit Mobile-Payment-Funktion sind auf dem Markt

Kaufhaus, Supermarkt, Tankstelle - an immer mehr Kassen wird Mobile Payment angeboten; auch mit Kreditkarte

Mobile Payment
Fans des Mobile Payment schieben die Zurückhaltung hierzulande gerne abfällig auf die „Bargeldverliebtheit der Deutschen“, die meisten Verbraucher hingegen sehen Mobile Payment nüchterner und warten ab, bis das neue System auf breitere Akzeptanz stößt.

Hinzu kommen die noch geringe Zahl von Akzeptanzstellen und ein Durcheinander unterschiedlicher Systeme: Die Kreditkartenanbieter setzen teils auf PayPass (Mastercard), teils auf PayWave (Visa), hinzu kommen noch zahlreiche Smartphone-Apps einzelner Handelsketten.

Mobile Payment nimmt Fahrt auf
Doch allmählich wird Mobile Payment, das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarten, eine ernsthafte Alternative fürs Bezahlen kleiner Beträge. Zunehmend statten Tankstellen, Supermarktketten und Kaufhäuser ihre Terminals mit den notwendigen Lesegeräten aus.

Bisher sind allerdings nur wenige Kreditkarten für Mobile Payment geeignet, doch immer mehr Banken geben Karten mit dem Logo für mobiles Bezahlen aus. Wer vor der nächsten turnusmäßigen Erneuerung schon jetzt Mobile Payment nutzen möchte, sollte sich bei seiner Bank erkundigen, ob sie schon Karten für mobiles Bezahlen anbietet. In vielen Fällen kann man seine Kreditkarte schon vorzeitig umtauschen, allerdings nur gegen Gebühr (in der Regel zwischen 5 und 15 Euro).

Eine zum mobilen Bezahlen geeignete Kreditarte erkennt man am aufgedruckten Symbol (dem Lautsprecher-Symbol nicht unähnlich, siehe Abbildung). Die Karte enthält einen speziellen Chip und eine winzige NFC-Antenne, über die die Daten ausgetauscht werden.

So funktioniert Mobile Payment
• Die Kassiererin tippt den Betrag ins Terminal ein
• der Kunde hält seine Karte nahe an das Kontaktsymbol des Kartenlesegeräts (maximal vier Zentimeter)
• Ein optisches und akustisches Zeichen signalisiert die erfolgreiche Zahlung – das war’s.

Die Eingabe der PIN oder eine Unterschrift entfallen bei niedrigen Beträgen (bis 25 Euro), auch wird kein Beleg erstellt. Auf Wunsch kann die Kassiererin einen Zahlungsbeleg ausdrucken. Erst bei höheren Beträgen muss man die Zahlung mit PIN oder Unterschrift bestätigen; dann wird auch automatisch ein Beleg erstellt.

Mobile Payment - eine schöne Sache. Wenn’s klappt
Aber Vorsicht: Wie immer bei neuen Entwicklungen muss man in der Anfangsphase des Mobile Payments mit technischen Problemen, menschlichen Unzulänglichkeiten und anderen Tücken rechnen. Man sollte nicht leichtfertig ohne Bargeld, konventionelle Kredit- oder Bankkarte aus dem Haus gehen. Man könnte leicht mit roten Ohren an der Kasse stehen und verzweifelt nach einem Bekannten Ausschau halten, der hilfsbereit ins Portemonnaie greift.

Eine Auswahl von Kreditkarten mit Mobile Payment finden Sie hier. Harald Kuck