Rabatte

Kreditkarten mit Tankrabatt

Für wen sich ein Tankrabatt via Kreditkarte lohnt

Bei einem Benzinpreis von knapp 1,50 Euro pro Liter ist der Gang zur Zapfsäule für viele Autofahrer schmerzlich. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass beispielsweise Banken oder Online-Broker Neukunden mit Tankgutscheinen locken. Ein Gutschein ist allerdings nur eine Momentaufnahme. Langfristig können bei einem dauerhaften Rabatt mehr Euro übrig bleiben.

Im cardscout-Vergleich finden Sie zwölf Kreditkarten mit Tankrabatt. Bei sämtlichen Karten beträgt die Jahresgebühr mindestens 19,90 Euro. Den höchsten Tankrabatt (1 Prozent, ohne Limit) erhalten Sie bei den BMW-Kreditkarten. Jedoch wird der Tankrabatt nicht in Form einer Rückvergütung gewährt, sondern dem Bonus-Punkte-System „Membership Rewards“ gutgeschrieben. Ohnehin liegt die Jahresgebühr bei diesen Karten bei 125 (Gold-Karte) bzw. 350 Euro (Carbon-Karte). Allein um die Jahresgebühr wieder einzufahren ist ein Tankumsatz von mindestens 12 500 Euro jährlich notwendig. Das ist selbst für Vielfahrer kaum wieder zu erwirtschaften. Die BMW-Kreditkarten gehören zur Premium-Klasse und bieten deshalb eine Fülle weiterer Vergünstigungen und Versicherungen an. Erst ab einem Jahreseinkommen von 40 000 bzw. 60 000 Euro sind diese Karten erhältlich und kommen deshalb für die meisten Verbraucher sowieso nicht in Betracht.

Die 1plus Visa-Card der Santander Bank wird derzeit im Rahmen einer Sonderaktion im ersten Jahr kostenlos angeboten. Danach kostet sie 19,90 Euro im Jahr, der Rabatt beträgt maximal 48 Euro jährlich. Vielfahrer sparen somit im ersten Jahr 48 Euro und dauerhaft bis zu 28 Euro. Die Barclaycard New Double gewährt ebenfalls maximal 48 Euro jährlich, kostet aber bereits 35 Euro Jahresgebühr. Bleibt unterm Strich eine Summe von lediglich 13 Euro Rabatt. Die Karten von Audi oder Volkswagen bieten bis zu 20 Euro Rabatt, kosten allerdings eben genau diese 20 Euro Jahresgebühr – also ein Nullsummenspiel. Bei Kreditkarten des ADAC können bis zu 25, 50 oder 75 Euro wieder hereingeholt werden. Die ADAC MobilKarte Silber kostet 44 Euro und gewährt maximal 50 Euro Tankrabatt. Entsprechend bleiben lediglich bis zu 6 Euro beim Verbraucher hängen. Die ADAC MobilKarte Gold kostet 84 Euro Jahresgebühr, gewährt bis zu 75 Euro Tankrabatt und liefert ein umfangreiches Versicherungspaket dazu. Die ADAC ClubmobilKarte kostet lediglich 19 Euro (ein sehr günstiger Jahresbeitrag für Prepaid-Kreditkarten) und bietet Tankrabatt bis zu 25 Euro jährlich, wodurch die Jahresgebühr schnell wieder eingefahren ist. Außerdem bieten alle ADAC-Kreditkarten weltweit kostenlosen Bargeldbezug aus Guthaben. Wer im Urlaub einen Mietwagen benötigt, der kann mit den Karten des ADAC (ausgenommen die ClubmobilKarte) noch günstiger fahren: Bei einer Buchung von mindestens fünf Tagen über „Holiday Autos“ erhält der Kunde eine Gutschrift von 20 Euro.

Nach aktuellem Stand dürfte deshalb die 1plus Visa-Card der Santander Bank, die übrigens auch fünf Prozent Rabatt auf Reisebuchungen mit der Urlaubsplus GmbH gewährt, das reizvollste Angebot darstellen. Allerdings liegt der Fokus in diesem Vergleich lediglich auf dem Tankrabatt und der anfallenden Jahresgebühr. Alternativ bietet sich die Prepaid-Kreditkarte des ADAC mit weltweit kostenlosem Bargeldbezug und drei Prozent Rabatt beim Aufladen von Prepaid-Handys an. Erst ab einem monatlichen Tankumsatz von mindestens 200 Euro lohnt es sich überhaupt, über Kreditkarten mit Tankrabatt nachzudenken.