Geldtransfer

Wie funktioniert eine Überweisung?

Bei einer Überweisung wird Geld von einem Konto auf ein anderes übertragen. Wie lange eine Überweisung dauert hängt davon ab, ob Sie diese mit einem Überweisungsschein in Papierform oder per Online-Banking durchführen.

Welche Arten von Überweisungen gibt es?

Es gibt Unterschiedliche Arten von Überweisungen. Dabei unterscheiden diese sich zwischen der Dauer, den Empfängern und der Häufigkeit. Hier sehen Sie die Unterschiede:
  • Überweisung

    Bei einer normalen Überweisung spricht man von einer einmaligen Überweisung. Diese beschreibt eine einmalige Transaktion von Geld von einem Konto auf ein anderes, dessen Empfänger bekannt ist.

  • Dauerauftrag

    Ein Dauerauftrag ist eine regelmäßige Überweisung. Dabei erfolgen die Zahlungen jeweils an den gleichen Empfänger mit gleichbleibendem Betrag. Das Geld wird zu einem festgelegten Termin beim Empfänger verfügbar sein. Hierunter fallen zum Beispiel Miete, Versicherungsbeiträge und Ratenzahlungen. Ein Dauerauftrag kann jederzeit erstellt, geändert oder gelöscht werden.

  • Terminüberweisung

    Bei einer terminierten Überweisung wird die Überweisung auftragsgemäß nicht sofort, sondern zu einem bestimmten Termin durchgeführt. Typischerweise ist der Termin das Datum der Fälligkeit einer Forderung.

  • Sammelüberweisung

    Gibt der Sender des Geldes der Bank die Berechtigung, eine gleichzeitige Überweisung einer Summe an unterschiedliche Empfänger zu senden, handelt es sich um eine Sammelüberweisung

  • Blitzüberweisung

    Unter Blitzüberweisung oder Eilüberweisung ist eine Überweisung zu verstehen, die noch am gleichen Tag vollzogen wird. Dies ist in erster Linie dann möglich, wenn Sender und Empfänger des Geldes ihre Konten bei demselben Kreditinstitut haben. Für den Begriff gibt es jedoch keine allgemein verbindliche Regelung, er wird deshalb von verschiedenen Geldinstituten unterschiedlich verwendet.

  • Echtzeitüberweisung

    Seit November 2018 gibt es einen entsprechenden Infrastruktur-Dienst TARGET Instant Payment Settlement (TIPS). Dieser ermöglicht eine neue Überweisungsmethode, welche rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, Zahlungen innerhalb von 10 Sekunden durchführt. Oftmals verlangt die Bank eine Gebühr für diesen Dienst. Dabei variieren die Kosten zwischen den verschiedenen Geldinstituten. Wie viel eine Echtzeitüberweisung kostet, entnehmen Sie bitte dem Preis- und Leisungtsverzeichnis ihrer Bank.

Wie lange dauert eine Überweisung?

Sie sind unterwegs mit Freunden, haben aber Ihr Bargeld zu Hause vergessen. Den Schuldbetrag überweisen Sie einfach im Nachhinein. Auch wenn Sie Ihr Konto bei einem anderen Finanzinstitut haben, ist das kein Problem. Wie schnell der Empfänger sein Geld wieder hat, hängt jedoch von der Art der Überweisung und dem Zielland ab. 

  • Gesetzliche Regelung

    Der Geldtransfer ist seit 2012 gesetzlich geregelt (§ 675s BGB).

  • Online-Überweisung

    Beim Online-Banking erhält der Empfänger sein Geld innerhalb eines Tages. Sofern dieser ein Werktag ist. Wenn Sie Ihre Überweisung vor der Annahmefrist Ihrer Bank tätigen, ist das Geld noch am selben Tag auf dem Zielkonto. Diese Frist liegt zumeist zwischen 14 und 18 Uhr ist.

  • Papier-Überweisung

    Bei einer Papier-Überweisung kann es bis zu zwei Tage dauern. Diese Frist verlängert sich, wenn die Überweisung nicht an einem Werktag, sondern am Wochenende oder Feiertag getätigt wird.

  • Europäischer Wirtschaftsraum und Euro

    Die Fristen gelten nur für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Bei Zahlungsvorgängen, die nicht in Euro erfolgen, kann der Transfer vier Geschäftstage dauern. Für Auslandsüberweisungen an Zielkonten, die nicht im EWR sind, kann es noch länger dauern.

Welche Informationen werden für eine Überweisung benötigt?

Dank der SEPA-Überweisung sind Inlandsüberweisungen sowie internationale Überweisungen innerhalb der EU und auch von und nach Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz möglich. Folgende Informationen benötigen Sie um eine Überweisung durchzuführen:

  • Daten des Empfängers

    Name, Vorname (Firma) des Empfängers - IBAN des Empfängers, dieser besteht aus dem Ländercode (in Deutschland DE), der zweistelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl und der Kontonummer - BIC des Empfängers (internationale Bankleitzahl)

  • Betrag

    Überweisungsbetrag in Euro und Cent

Tipp

Tragen Sie beim Ausfüllen einer Papier-Überweisung den Betrag von rechts, mit den Cents beginnend, nach links ein. Aus Sicherheitsgründen können Sie in der leeren Zelle, direkt neben dem Betrag, ein Sternchen * einzeichnen, damit niemand eine weitere Ziffer, die den Zahlungsbetrag erhöhen würde, hinzufügen kann.

  • Verwendungszweck

    Dieser kann einerseits vom Empfänger vorgegeben sein, oder Sie können sich einen passenden überlegen.

  • Daten des Absenders

    Name, Vorname (Firma, Ort) des Absenders bzw. Kontoinhabers - IBAN des Absenders - BIC des Absenders - Datum und Unterschrift des Absenders (Beim Online-Banking ist das Datum automatisch angepasst. Eine persönliche Unterschrift ist beim Online-Banking gleichzusetzen mit der TAN, die essenziell für die Durchführung der Überweisung ist).

  • Überweisungsbestätigung

    Sowohl bei der Papier-Überweisung, als auch beim Online-Banking können Sie eine Überweisungsbestätigung mitnehmen (oder ausdrucken).

Wie macht man eine Überweisung rückgängig?

Bei der IBAN einen Zahlendreher oder den Betrag falsch eingegeben - jetzt wollen Sie die Überweisung rückgängig machen. 

  • Rufen Sie schnell Ihr Bankinstitut an.
  • Ihr Sachbearbeiter kann die Überweisung rückgängig machen, wenn Sie noch nicht vollständig ausgeführt ist.
  • Bei einer Überweisung zu einem anderen Bankinstitut befindet sich das Geld zuerst auf einem Sammelkonto. Dort liegt es zwischen drei und 24 Stunden.
  • Bei Überweisungen innerhalb des eigenen Bankinstituts erfolgt die Transaktion jedoch häufig direkt.
  • Bei einer Papier-Überweisung liegt der Zahlschein bis zur Leerung im Einwurfkasten.
  • Wurde der Betrag jedoch bereits von Ihrem Konto abgebucht, muss Ihr Sachbearbeiter das Bankinstitut des Empfängers kontaktieren.
  • Der Empfänger wird auf die Fehlüberweisung hingewiesen und aufgefordert, den erhaltenen Betrag auf Ihr Konto zurück zu überweisen.
  • Es entstehen Rückholkosten. Diese liegen zwischen 10 und 15 Euro.
  • Existiert die falsche IBAN nicht, wird der Betrag automatisch zurückgebucht.
  • Liegt eine Doppelüberweisung vor, also wurde derselbe Betrag mit dem gleichen Verwendungszweck nochmal überwiesen, kann Ihre Bank den Betrag problemlos zurückholen. 
Tipp

Wenn Sie Ihre TAN per SMS zugesendet bekommen, sollten Sie immer den Überweisungsbetrag und die Kontonummer des Empfängers überprüfen. Dafür haben Sie fünf Minuten lang Zeit.

 

Bildquelle: gettyimages/Creativ Studio Heinemann

Felicitas Schäfer

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