Prepaid-Kreditkarten

Versteckte Kosten bei Prepaid-Kreditkarten

Was Sie wissen müssen, worauf Sie achten sollten

Fast täglich erscheinen neue Prepaid-Kreditkarten auf dem Markt - mittlerweile nicht nur von Banken, sondern auch in Kooperation mit mittelständischen Unternehmen. Betriebe wollen dadurch Kunden noch enger an das Unternehmen binden.

Prepaid-Kreditkarten können wie jede andere Kreditkarte zum bargeldlosen Bezahlen eingesetzt werden, Akzeptanz vorausgesetzt. Doch schon beim Bargeldabheben am Automaten müssen bereits einige Karten passen. Nutzlos war eine Prepaid-Kreditkarte bislang bei Händlern mit veralteten „Ritsch-Ratsch-Geräten“, denn diese Karten verfügen nicht über die sonst übliche Hochprägung der Kartennummer, Gültigkeitsdauer etc. Mit einer Ausnahme, die MediusCard Prepaid MasterCard. Bedingung für eine Prepaid-Kreditkarte sind meistens ein Wohnsitz in Deutschland und ein vorhandenes Bankkonto.

Prepaid-Kreditkarten funktionieren genauso wie Prepaid-Handykarten: Vor der Nutzung müssen sie mit einem Guthaben, i. d. R. durch eine Banküberweisung, aufgeladen werden. Der Verfügungsrahmen entspricht somit exakt dem aufgeladenen Guthaben auf der Karte. Dem Kunden wird kein Kreditrahmen eingeräumt, weshalb die sonst übliche Schufa-Abfrage unterbleibt. Somit eignen sich diese Karten vor allem für Arbeitslose, Jugendliche, Selbstständige oder Freiberufler und alle Personen mit negativem Schufa-Eintrag - also für alle, die keine “normale“ Kreditkarte erhalten würden. Der größte Vorteil von Prepaid- Kreditkarten liegt darin, dass man nicht in die Schuldenfalle geraten kann.

Emittenten von Prepaid-Kreditkarten weisen immer wieder auf die höhere Sicherheit für den Verbraucher hin: Betrüger können maximal das auf der Karte vorhandene Guthaben abschöpfen. Dadurch hat der Verbraucher mehr Sicherheit. Im Missbrauchsfall haftet jedoch ohnehin immer die Bank! Verbraucher haften bei jeder Art von Kreditkarten seit dem 1.11.2009 maximal mit 150 Euro. Die meisten Banken haben diesen Betrag gesenkt, sodass häufig maximal 50, oft sogar nur 0 Euro anfallen. Oberstes Gebot für den Karteninhaber ist es, die Kreditkartenabrechnungen regelmäßig und sehr genau zu prüfen und bei Unregelmäßigkeiten sofort die Bank zu informieren und die Karte sperren zu lassen.

Prepaid-Kreditkarten sind also nicht sicherer als die anderen, sondern vermitteln dem Verbraucher lediglich mehr Sicherheit und sind vor allem weniger attraktiv für Betrüger - wobei eine Prepaid-Karte mit einem Guthaben von 10 000 Euro weitaus lukrativer ist als eine Kreditkarte ohne Guthaben mit einem Verfügungsrahmen von 5000 Euro.

Bei Prepaid-Kreditkarten fallen immer Jahresgebühren an. Je günstiger diese auf dem ersten Blick scheinen, desto häufiger finden sich allerdings weitere Kosten und Gebühren im Kleingedruckten wieder. Jüngstes Negativ-Beispiel bildet die Yuna Prepaid MasterCard: Für 14,95 Euro Jahresgebühr erscheint sie zunächst sehr günstig. Erst in der Gebührentabelle wird deutlich, dass weitere 2 Euro monatliche Servicegebühr anfallen. Dadurch kostet die Karte bereits 39 Euro jährlich. Außerdem zieht die Bank eine einmalige Verwaltungsgebühr von 10 Euro ein, zudem fallen Kosten für das Aufladen der Karte an (es sei denn die Aufladung erfolgt per "Cash-Ticket"). Bei der üblichen Aufladungsmethode per Banküberweisung muss der Kunde 3 Prozent vom Aufladungsbetrag, mindestens 1 Euro berappen.

Bei Prepaid-Kreditkarten gilt es sehr genau auf sämtliche Kosten und Gebühren zu achten. Langfristig ersparen Sie sich dadurch viel Geld. Weitere wichtige Aspekte bei der Wahl einer Prepaid-Kreditkarte sind Aufladelimit, maximales Kartenguthaben, Guthabenverzinsung und die Möglichkeit, Bargeld abzuheben. Als individuelles Kriterium kann dann noch das Design der Karte (Gestaltungsmöglichkeit) hinzukommen.

Eine Übersicht der günstigsten Prepaid-Kreditkarten finden Sie hier.