Elektronische Geldbörse

E-Wallets: PayPal und Co. einfach erklärt

Bereits zig Millionen verfügen hierzulande über eine elektronische Geldbörse mit der sie im Internet einkaufen. Ob bezahlen oder zum Geld aufbewahren - erfahren Sie hier über die wichtigsten Anbieter von E-Wallets.

Was sind eigentlich E-Wallets?

Der Begriff steht für "electronic wallet" (deutsch: elektronische Geldbörse). Es wird auch Cyberwallet oder DigitalWallet genannt. Ein E-Wallet ist ein digitales System, das Informationen zur Bezahlung abspeichert. Es existiert nur elektronisch und ist eine sichere Zahlungsart, die weitverbreitet ist.

E-Wallets werden verwendet, um damit online einzukaufen sowie Dienstleistungen, Angestellte oder Freelancer zu bezahlen. Um damit zu zahlen, wählen Sie im Webshop die entsprechende Zahlungsart aus, was vor allem auf Paypal zutrifft. Weniger bekannte E-Wallet-Anbieter stellen eine Kreditkarte zur Verfügung, mit der Sie in etlichen Webshops einkaufen können.
Darüber hinaus gibt es Cafés oder Läden, in denen Sie mit dem E-Wallet vor Ort bezahlen können. Laut den Anbietern ist diese Zahlungsart sicherer, da ein E-Wallet anders als ein physischer Geldbeutel nicht so einfach geklaut werden kann. Eine Software stellt sicher, dass E-Wallets alle Informationen richtig aufbewahren. Die Daten werden zusätzlich verschlüsselt.

Auch wenn E-Wallets sicherer sind, müssen die Besitzer etwas von der Privatsphäre einbüßen. Traditionelle Geldbörsen verfolgen nicht die Einkäufe. Sie besitzen keine Informationen über unsere Einkaufsgewohnheiten. E-Wallets hingegen schon, denn sie zeichnen die Einkäufe auf.

Anbieter mit physischer Prepaidkarte

Weniger verbreitete E-Wallets verfügen zusätzlich über eine Prepaidkarte, die es den Nutzern ermöglicht, in mehr Stores einzukaufen. Eine Prepaidkarte von Mastercard hat eine sehr hohe Akzeptanz, da etliche Stores diese Karte akzeptieren.

  • Neteller

    Das britische Unternehmen Neteller stellt für eine kleine Jahresgebühr von 8 Euro eine hochgeprägte Prepaid-Mastercard zur Verfügung. Es lässt sich nicht nur mit einem Bankkonto verknüpfen, sondern erlaubt Einzahlungen auf die Prepaidkarte. Das Bezahlen ist bei Neteller kostenlos, jedoch werden für alle Einzahlungen auf den E-Wallet Gebühren von 2,5 Prozent verlangt. Nutzer können auf einen anderen Neteller-Account Geld überweisen, indem sie die E-Mail-Adresse oder die Mobilfunknummer des Empfängers angeben. Das kostet 1,45 Prozent des Überweisungsbetrages. Abhebungen mit der Mastercard schlagen mit 0 bis 1,75 Prozent zu Buche.

  • Skrill

    Abgesehen von Neteller gehört Skrill ebenfalls zu Paysafe. Die Prepaid-Mastercard ist hochgeprägt. Bei Skrill sind jedoch die Gebühren nicht mit denen von Neteller identisch. Der Dienstleister wirbt damit, dass Leistungen wie Geld von Freunden zu erhalten, das Guthaben aufzustocken, Geld an eine E-Mail-Adresse oder Skrill Wallet schicken kostenlos sind. Für das Einzahlen von Geld auf Ihr Skrill E-Wallet fällt jedoch eine Gebühr an und senden Sie Geld von einem Skrill-Konto auf ein anderes kann sogar eine Gebühr von 20 Prozent abgerechnet werden, wenn kein Geld auf ihrem Skrill-Konto hinterlegt ist. Ein genauer Blick auf die Gebühren für individuelle Transaktionen lohnt sich also um herauszufinden, ob Skrill das Richtige für Sie ist.

Beide Anbieter unterliegen der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA und stellen Apps für Android und iOS zur Verfügung.

E-Wallets für Freelancer

Oftmals bezahlen Firmen Selbständige oder Auftragnehmer durch Überweisung auf einen E-Wallet.

  • Paypal

    Paypal ist natürlich am verbreitetsten. Allein in Deutschland soll Paypal über 20 Millionen Kunden haben. Eigene Bankkonten sowie Kreditkarten lassen sich mit diesem E-Wallet verknüpfen. Des Weitern lassen sich mehrere E-Mail-Adressen hinterlegen. Privatkunden zahlen nichts für die Aufladung des E-Wallets. Auch das Bezahlen ist kostenlos. Jedoch verlangt Paypal höhere Wechselkurse. Gehen beispielsweise Gelder mit verschiedenen Währungen ein, dann kann die Umrechnung schon kostspielig werden. Außerdem bietet Paypal verschiedene Berichte an: Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr, Kontoauszüge, etc.

  • Payoneer

    Der Anbieter Payoneer stammt aus den USA. Er eignet sich vor allem für Freelancer, Unternehmen sowie Online-Verkäufer. Unter anderem wird Payoneer auf Airbnb sowie Fiverr angeboten. Kunden können Konten für diverse Währungen beantragen. Dadurch ist das Empfangen von Überweisungen so einfach, als ob man ein lokales Bankkonto in Großbritannien, den USA, Europa, Kanada, Japan, Australien oder Mexiko besitzt. Firmen bevorzugen Payoneer anstelle von Paypal, um Freelancer zu bezahlen. Denn die Überweisung von einem Payoneer-Konto auf ein anderes Payoneer-Konto ist kostenlos. Bei Paypal fallen hierbei 35 Cent Transaktionsgebühr an.

E-Wallets für Konsumenten

Diese Bezahlsysteme stammen von Tech-Giganten. Ihre Kreditkarte können Sie getrost zuhause lassen und sparen sich das Merken von Pins, etc. Das Zahlen mit einem dieser Anbieter ist schneller, da der Kunde beim Kauf keine Daten eingeben muss, sondern lediglich einen Button auf der Smartphone-App betätigt.

  • Apple Pay

    Leute, die unterwegs nicht auf ihr E-Wallet verzichten wollen, können bei Apple Pay via Apple Watch oder iPhone im Laden den Einkauf tätigen. Apple Pay wird von vielen Banken angeboten. Außerdem nehmen etliche Händler in Deutschland daran teil. Apple Pay verlangt von seinen Nutzern keine Gebühren, da die Händler dafür aufkommen. Benutzer von Apple Pay können zudem jede Transaktion mit dem Gesicht (= Face ID) oder dem Fingerabdruck (= Touch ID) bestätigen. So müssen sparen sie sich das eingeben Ihrer Kreditkarten-PIN.

  • Google Pay

    Auch Google Pay wird von einer Vielzahl von E-Commerce-Plattformen unterstützt. Sie können es in jedem Laden einsetzen, in dem Sie das Symbol für kontaktloses Bezahlen sowie das G-Pay-Logo finden. Selbstverständlich lässt sich Google Pay bei allen von Google zur Verfügung gestellten Services als Zahlungsmittel nutzen. Laut Google werden Ihre Karteninformationen nicht mit dem Händler geteilt. Stattdessen erhält der Händler eine verschlüsselte Nummer. Sollte das Smartphone einmal verloren gehen, können Sie es aus der Ferne sperren. Sowohl für Händler als auch Käufer fallen keine Gebühren an.

  • Amazon Pay

    Amazon Pay ist ebenfalls bei vielen Onlinestores als Zahlungsmittel akzeptiert. Händler, die Amazon Pay anbieten, können Sie hier nachschlagen. Für Käufer fallen keine Gebühren an, für Händler hingegen schon. Um mit Amazon Pay zu bezahlen, hinterlegen Sie in der "Amazon Pay"-App lediglich einmal Ihre Zahl- und Versandinformationen. Dies erspart Ihnen das mühselige Eingeben Ihrer Daten vor jedem Kauf. Sofern Sie bereits Kunde von Amazon sind, können Sie diesen Account auch für die "Amazon Pay"-App benutzen. Zur Zeit ist es jedoch nicht möglich, bei der Bezahlung mit Amazon Pay die Geschenkkarten von Amazon zu verwenden. Bei Transaktionen mit Amazon Pay werden keine Kreditkartennummern dem Händler mitgeteilt, sondern lediglich die letzten 4 Ziffern Ihrer Kartennummer sowie der Kartentyp.

 

Bildquelle: gettyimages 

Anzela Minosi

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