Kreditkarten-Daten

Alles rund um die Kreditkarten-PIN

Um bei Einkäufen in Geschäften nachzuweisen, dass sie Inhaber der genutzten Kreditkarte sind, müssen Kunden entweder unterschreiben oder die PIN im Kartenlesegerät eingeben. Alle Fragen über die Kreditkarten-PIN beantworten wir hier.

1. Wann brauchen Karteninhaber die Kreditkarten-PIN?

Von ihrer Girocard oder der Maestro-/EC-Card kennen Nutzer die Eingabe der persönlichen Identifikationsnummer (PIN) als reguläre Art, ihre Identität bei einem Bezahlvorgang zu bestätigen. Bei Kreditkarten war bisher die Unterschrift des Inhabers meist ausreichend für die Identifizierung. Künftig soll die PIN-Eingabe allerdings auch beim Bezahlen mit Kreditkarte vermehrt zur Identifizierung dienen.

Möchten Kunden mit Kreditkarte zahlen, so wird die Karte durch das Lesegerät gezogen oder eingesteckt.

TIPP: Geben Sie dabei am besten die Karte nicht aus der Hand, um zu vermeiden, dass eine Kopie erstellt wird.

Das Kartenlesegerät druckt anschließend zwei Belege aus. Einen der beiden Belege erhält der Karteninhaber. Den Beleg sollte er aufbewahren, um die Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen zu können. Den anderen Beleg versehen Kunden mit ihrer Unterschrift und geben dem Händler so die Zahlungsermächtigung. Die Unterschrift muss mit der Unterschrift auf der Kreditkarte übereinstimmen. Bei vielen Kreditkarten muss die Identität heute bei einer Kartenzahlung nicht mehr per Unterschrift, sondern über die Kreditkarten-PIN verifiziert werden. Die Kreditkarten-PIN muss der Karteninhaber schlicht in das Kartenlesegerät eintippen.

2. Braucht man die PIN bei Online-Einkäufen?

Nein, die PIN müssen und dürfen Sie online nie angeben. Bei Online-Zahlungen brauchen Kunden nur ihre üblichen Kreditkartendaten sowie die Kartenprüfnummer, die sich auf der Rückseite der Karte befindet.

3. Kann man mit der Kreditkarte ohne PIN Geld abheben?

Bei Kartenzahlungen mit Kreditkarte wird die PIN nicht immer verlangt, dafür benötigen Nutzer sie für Bargeldabhebungen. Das Abheben von Bargeld am Geldautomaten ist ohne PIN nicht möglich.

4. Kreditkarten-PIN vergessen – was tun?

Sollten Kreditkarteninhaber ihre Kreditkarten-PIN vergessen haben, können sie bei der kartenausgebenden Bank oder Sparkasse eine neue Geheimzahl beantragen. Rufen Sie dafür den Kundenservice Ihrer Bank/Sparkasse an und bitten Sie um eine neue PIN. Anschließend sendet die Bank/Sparkasse einen Brief mit der neuen PIN für Ihre aktuelle Karte an Sie. Teilweise geben Banken/Sparkassen in dem Fall auch eine neue Kreditkarte mit neuer PIN aus. Die Kreditkarte sowie PIN würde die Bank/Sparkasse dann in getrennten Briefen per Post an Sie senden.

5. Lässt sich die Kreditkarten-PIN ändern?

Wenn die PIN-Nummer einfach nicht im Kopf bleiben will, gibt es die Option, die Kreditkarte mit einer neuen Wunsch-Geheimzahl auszustatten. Das geht in der Regel an einem institutseigenen Geldautomaten.

TIPP: Eine Änderung Ihrer Identifikationsnummer ist sinnvoll, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie bei der Eingabe Ihrer Geheimzahl beobachtet wurden.

6. Gibt es eine Kreditkarte ohne PIN?

Nein. Jede Kreditkarte hat eine PIN. Teilweise müssen Kunden die Nummer erst bei der kartenausgebenden Bank oder Sparkasse beantragen.

Der Zahlungsverkehr im Ausland: Geheimzahl rechtzeitig einprägen!

Prägen Sie sich die PIN vor allem vor Reisen ein, damit Sie im Ausland keine Probleme bei Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen an Geldautomaten haben. In vielen Ländern ist die PIN-Eingabe bei Bezahlungen mit Kreditkarte die Regel und nicht die Unterschrift, wie hierzulande derzeit noch. Denken Sie daran, eine neue PIN frühzeitig zu beantragen, sollten Sie Ihre ursprüngliche Nummer vergessen oder nie eine PIN für Ihre Kreditkarte bekommen haben.

Die Kreditkarten-PIN und die Sicherheit – Tipps

  • Behalten Sie Ihre PIN für sich und teilen Sie die vierstellige Nummer auf keinen Fall, auch nicht auf Nachfrage, Dritten mit. Das gilt sowohl für Mitarbeiter der ausgebenden Bank oder Sparkasse als auch Familienangehörige. Bei Kartenverlust oder Diebstahl ist so ausgeschlossen, dass Dritte Ihre Karte mit PIN benutzen könnten.

  • Bewahren Sie Ihre PIN niemals im Portemonnaie oder in der Nähe der Kreditkarte auf. Schreiben Sie die PIN auf keinen Fall auf die Kreditkarte selbst. Am besten schreiben Sie die Nummer gar nicht auf – nur im Gedächtnis ist sie sicher vor Diebstahl.

  • Geben Sie die PIN immer verdeckt ein.
    Dass die Kreditkarten-PIN nicht durch das Verhalten des Karteninhabers in die Hände Dritter fällt, ist besonders wichtig, wenn es zu einem Kartenmissbrauch kommt. Kreditkarten-Anbieter wie Mastercard und Visa schützen ihre Kunden in einem solchen Fall vor der Haftung, vorausgesetzt der Kreditkartenmissbrauch ist nicht erst durch ein fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten des Inhabers zustande gekommen. War die PIN also beispielsweise auf einem Zettel bei der Kreditkarte im Portemonnaie, so würde das fahrlässige Verhalten des Inhabers dazu führen, dass er selbst den finanziellen Schaden trägt.

TIPP: Banken oder Sparkassen können sich nicht über die „Zero Liability Protection“ von Mastercard und Visa hinwegsetzen. Fordert die Bank/Sparkasse trotzdem eine Zahlung, so sollten Kunden auf die Regelung des Kreditkarten-Anbieters verweisen.


Leonie Wiesner

100 Kreditkarten im Vergleich

Worauf legen Sie bei Kreditkarten Wert?

Kreditkarten-News von cardscout