IBAN-Diskriminierung

„Accept my IBAN”: 1.000 Fälle von IBAN-Diskriminierung in fünf Monaten

Die Startup-Initiative „Acceppt my IBAN” zählt in den letzten fünf Monaten 1.000 Fälle von IBAN-Dieskriminierung und stellt somit fest, das eine ausländische IBAN immer noch ein Nachteil für Kunden sein kann.

IBAN-Diskriminierung
IBAN-Diskriminierung

Manche Finanzinstitute erschweren die Transaktionen mit einer ausländischen IBAN, dann liegt eine IBAN-Diskriminierung vor. Die Initiative „Accept my IBAN“ hat 1.000 Fälle in nur fünf Monaten gezählt.

Initiative „Accept my IBAN“

IBAN-Diskriminierung ist seit 2014 durch die europäische SEPA-Verordnung 260/2012 in der EU verboten, allerdings ereignen sich immer wieder Fälle wo es zu Problemen kommt. Die Startup-Initative „Accept my IBAN”, welche unter anderem von Wise, N26, Revolut und weiteren Fintechs gegründet wurde, will das Problem der IBAN-Diskriminierung in Europa angehen. Gemeinsam sammeln diese Unternehmen die Beschwerden und leiten sie an die Europäische Kommission weiter.

IBAN-Diskriminierung in der EU

Innerhalb der ersten fünf Monate zählte das Startup insgesamt 1.000 Fälle, denen aufgrund einer ausländischen IBAN innerhalb der EU ein Bezahlvorgang oder ein Vertragsabschluss verweigert oder erschwert wurde. Dabei wird ersichtlich, dass Personen mit einer deutschen IBAN die meisten Probleme haben (29 Prozent). 50 Prozent der Fälle einer deutschen IBAN-Diskriminierung haben sich in Frankreich ereignet. Häufig handelt es sich dabei um Expats, denen beispielsweise der Zugang zur gesetzlichen Gesundheits- und Krankenkasse verwehrt wird. Des Weiteren werden zunehmend auch Mobilfunk- und Internetanbieter gemeldet. Innerhalb Deutschlands sind es 15 Prozent der Fälle, die eine ausländische IBAN nicht akzeptieren. Vor allem in der Finanzbranche (31 Prozent) tritt das Problem auf, beispielsweise bei der Commerzbank oder der ING sowie Schufa oder Paypal wurden genannt. Wenig erfreulich ist die Tatsache, dass es auch Fälle bei staatlichen Institutionen gab. Eine Beschwerde über die Bundesagentur für Arbeit sowie die Ausschüttung einer Hinterbliebenenpension akzeptierten keine ausländische IBAN. Mitarbeiter des Europäischen Parlaments war es sogar bis vor einigen Wochen nicht möglich ihr Gehalt auf eine belgische IBAN zu erhalten.

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Felicitas Schäfer

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