Kreditkarten-Megadeal

Amazon & ADAC: Wer gibt die Kreditkarten demnächst heraus?

Die Landesbank Berlin zieht sich aus dem Geschäft für Co-Branding-Kreditkarten zurück. Damit stehen die beiden Kreditkarten-Schwergewichte Amazon und ADAC bald ohne emittierende Bank da. Wer wird den Job übernehmen?

Amazon & ADAC: Wer gibt die Kreditkarten demnächst heraus?
Amazon & ADAC: Wer gibt die Kreditkarten demnächst heraus?

Die Amazon- und die ADAC-Kreditkarte wird künftig nicht mehr durch die Landesbank Berlin ausgegeben. Wer der neue Co-Branding-Partner wird, ist bislang noch unklar, es gibt aber einige Interessenten wie Barclays, die DKB oder die Solarisbank.

Vertragsaufhebungen mit der Landesbank Berlin

Der ADAC hat den Vertrag mit der Landesbank für das Co-Branding der Kreditkarte bereits gekündigt. Mit Amazon haben sich die Berliner auf eine Vertragsaufhebung zum Jahresende 2022 geeinigt. Die Gründe der Beendigung der Zusammenarbeit sind bislang unklar. Somit stehen zwei Kreditkarten-Anbieter mit Millionen Kunden demnächst ohne emittierende Bank da. Eine Chance für deutsche Anbieter, unter den Kandidaten: Barclays, die DKB, die Solarisbank und die Hanseatic Bank.

  • Deutsche Barclays

    Bislang gibt es noch keine offiziellen Äußerungen der Hamburger Bank Barclays im Rennen um den Kartendeal mit Amazon oder dem ADAC. Dabei lässt die Umbenennung von Barclaycard zu Barclays darauf schließen, dass das Geschäft nicht nur thematisch, sondern auch regional auf weitere europäische Länder ausgeweitet wird. Es handelt sich um ein „Signal, dass sich unsere Produkte und Dienstleistungen nicht mehr nur auf das reine Kreditkartengeschäft beschränken, sondern inzwischen den gesamten Prozess des Bezahlens und Finanzierens umfassen“, begründete CEO Tobias Grieß den Schritt. Auch im B2B-Geschäft wollen die Hamburger präsenter werden. Laut Recherchen von Finance Forward und Finanz-Szene.de stehen die Chancen auf das Co-Branding der ADAC- und Amazon-Kreditkarte gut.

  • DKB

    Die DKB nahm es sich zum Ziel, 8 Millionen Kunden bis 2024 zu verzeichnen, da würden weitere Kartenprofile gut drauf einzahlen. Angeblich wurde vor einigen Wochen bereits ein Projektteam aufgesetzt, ein offizieller Kommentar fehlt allerdings. Sollte die DKB einen der beiden oder auch beide Deals für sich gewinnen, so würde die Bank im Co-Branding zum Schwergewicht im deutschen Markt werden. In ihrem Portfolio befinden sich unter anderem die Kreditkarten von Lufthansa und BMW.

  • Solarisbank

    Laut Finanz-Szene.de und Finance Forward ist die Solarisbank ebenfalls Teil des Rennens um den ADAC-Deal. Für die Berliner sei dies allerdings Neuland. Das Fintech vergibt Lizenzen und Infrastrukturen an Frontend-Banken (wie Penta, Kontist, Vivid, etc.), dies haben aber jeweils nur Debitkarten im Angebot, keine klassische Kreditkarte. Dennoch hat die Berliner Bank gute Chancen, denn sie setzt auf den gleichen Kartenprozessor wie die LBB, womit eine Migration entfallen würde. Außerdem kommt die ADAC-Kreditkarte von Visa, einem der größten Anteilseigner der Solarisbank. Aber auch hier gibt es keine offiziellen Kommentare seitens der Berliner.

  • Hanseatic Bank

    Die Hanseatic Bank steht bereits als Co-Branding-Partner hinter Kreditkarten wie die Deutschland-Karte oder die awa7-Karte. Eine offizielle Aussage zum Interesse am ADAC- oder Amazon-Deal bleibt auch hier aus, allerdings gibt eine Quelle von Finanz-Szene.de an, die Hamburger seien auch im Rennen dabei.

Bislang gibt es von keinem Interessenten ein offizielles Statement zu den Bemühungen um einen der beiden Mega-Kartendeals. Fest steht allerdings, der ADAC und Amazon brauchen für ihre insgesamt fast 2,5 Millionen Kreditkarten einen neuen Co-Branding-Partner.

Felicitas Schäfer

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