Geldverhalten in Europa

Ausgabe- und Sparverhalten in Europa: Eine Analyse von N26

Die Neobank N26 hat die Kundendaten aus dem Jahr 2021 bezüglich des Ausgabe- und Sparverhaltens untersucht. Dabei zeigen sich deutliche Länder- sowie Unterschiede zwischen Männern und Frauen und dem Alter.

Ausgabe- und Sparverhalten in Europa
Ausgabe- und Sparverhalten in Europa © gettyimages/Nadia Bormotova

Die Spargewohnheiten hängen laut einer Datenanalyse von N26 aus dem Jahr 2021 vom Alter, Geschlecht und dem Heimatland ab.

Verhalten in den unterschiedlichen Märkten

N26 analysierte Kundendaten aus dem Jahr 2021 in den wichtigsten Märkten der Neobank: Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Dabei ist Spanien das sparsamste Land. Der durchschnittliche Anteil der Ersparnisse (252 Euro pro Monat) gemessen am Gesamteinkommen (1.108,91 Euro) lag bei 23 Prozent. In Deutschland waren es 18 Prozent, d.h. durchschnittlich 368,22 Euro bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 2.061,17 Euro.

Italien liegt mit 16 Prozent auf dem dritten Platz, das sind ca. 164 Euro bei einem Durchschnittseinkommen von 1.016,20 Euro. In Frankreich sind es lediglich nur 6 Prozent, also durchschnittlich 69,24 Euro bei einem monatlichen durchschnittlichen Einkommen von 1.230,24 Euro. 

N26-Kunden in Barcelona (302,30 Euro) und Madrid (233,34 Euro) sparten im Schnitt 21 Prozent ihres monatlichen Einkommens – mehr als die Einwohner jeder anderen Großstadt. Den dritten Platz machten N26-Kunden in München, sie legten 20 Prozent, d.h. durchschnittlich 1.026,18 Euro ihres monatlichen Einkommens auf die hohe Kante. Französische Kunden sparten im Schnitt nicht einmal halb so viel wie ihre europäischen Kollegen. Dieser Trend zeigte sich am deutlichsten in Marseille, dort sparten Kunden im Schnitt nur 2 Prozent, das sind durchschnittlich nur 26,55 Euro ihres monatlichen Einkommens.

Frauen sparen mehr als Männer

Männer verdienen zwar durchschnittlich (30 Prozent) mehr als Frauen, allerdings ist das Sparverhalten bei Frauen in fast allen Altersgruppen höher. Frauen sparten 22 Prozent und Männer 16 Prozent ihres monatlichen Einkommens. Das zeigt sich insbesondere in der Altersgruppe von 30-34. Dort sparten Frauen 32 Prozent mehr als Männer (75,96 Euro) – obwohl sie sage und schreibe 26 Prozent (368,42 Euro) weniger verdienten.

Sparen in Abhängigkeit der Jahreszeit und während der Pandemie

Gegen Ende des Jahres in den Monaten November und Dezember wurde aufgrund des Weihnachtsgeschäfts am meisten Geld ausgegeben, wohingegen der März der sparsamste Monat der N26-Nutzer war.

„Unser Wertesystem und unsere Prioritäten haben sich während der Pandemie verändert”, sagt Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler, Professorin für Wirtschaftspsychologie und Neuroökonomie. „Aktuell lässt sich beobachten, dass Menschen tendenziell mehr sparen und weniger ausgeben – vor allem, wenn es um Modeartikel wie Kleidung oder Schuhe geht.”

Psychologische Hintergründe beim Sparen

Das Kontrollzentrum des Gehirns versucht, das akute Verlangen, das den eigenen Sparzielen im Weg steht, zu unterdrücken. Gerade das unterschiedliche Sparverhalten von Frauen und Männern erklärt sich dadurch, dass das Kontrollzentrum im Gehirn einer Frau größer ist als das eines Mannes. Somit unterdrücken Frauen risikoreiches und impulsives Verhalten besser.

Surftipp: Ausführliche Informationen zur N26-Studie

Felicitas Schäfer

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