Celsius Network stoppt Auszahlungen

Bitcoin-Crash: Nuri-Kunden bangen um ihre Einlagen

Das Berliner Startup Nuri warb mit bis zu drei Prozent Zinsen für sein Bitcoin-Ertragskonto. Das investierte Geld landete bei Celsius Network. Doch jetzt sorgt der Auszahlungsstopp des US-Krypto-Anbieters für Unruhe, denn Nuri-Kunden des Bitcoin-Ertragskontos kommen derzeit nicht mehr an ihr Geld.

Celsius Network stoppt Auszahlungen
Celsius Network stoppt Auszahlungen © GettyImages/Westend61

Die Liquiditätskrise von Celsius Network könnte weitreichende Folgen für auch für deutsche Anleger haben, wie das Portal www.finanz-szene.de berichtet.

Nuri-Kunden von Liquiditätsproblemen bei Celsius betroffen

Die Neobank Nuri hatte bis zuletzt mit 3 Prozent Ertrag pro Jahr sein Bitcoin-Ertragskonto beworben, bei dem Celsius Network der zentrale Partner ist. Doch jetzt haben Nutzer keinen Zugriff mehr auf ihre Krypto-Assets. Aufgrund extremer Marktbedingungen hat die US-amerikanische Krypto-Firma sämtliche Rückzahlungen an Anleger ausgesetzt. „Wir ergreifen diese notwendige Maßnahme, um die Liquidität und den Betrieb zu stabilisieren, während wir Schritte unternehmen, um Vermögenswerte zu erhalten und zu schützen", teilte das Unternehmen in einem Blogbeitrag mit.

Nuri agiert als Vermittler zwischen seinen Endkunden und Celsius Network, das das Krypto-Kapital der Nuri-Nutzer auf dem Markt handelt und an andere Anleger weiter verleiht gegen einen Zinssatz. Konkret bedeutet das nun für Nuri-Kunden mit einem Bitcoin-Ertragskonto, dass ihnen momentan der Zugang zu ihrem Geld verwehrt wird. Wie viele der 500.000 Kunden des Fintechs ein solches Konto nutzen und somit von den jüngsten Ereignissen betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

Anleger bangen um ihre Krypto-Investments

Das Bitcoin-Ertragskonto wurde auf der Webseite von Nuri zuletzt noch mit offensiven Werbeslogans beworben: „Die Zeit der niedrigen Zinsen ist endlich vorbei. Unsere Partnerschaft mit Celsius Network verschafft dir Zugang zu Ertragsraten, die du mit einem Old-School-Bankkonto nicht erreichen könntest“. Gleichzeitig weist Nuri in einem gesonderten Dokument auf die Risiken hin. Generell ist unklar, ob Bitcoin-Ertragskonto-Besitzer ihr Geld wieder abrufen können werden. Denn dem Dokument lässt sich entnehmen, dass die Anleger das vollständige Risiko bei einer Zahlungsunfähigkeit von Celsius Network tragen und es bei einem Ausfall der US-Firma keine Zahlungen an die Anleger vonseiten Dritter wie beispielsweise einem Einlagensicherungsfonds geben wird. Auch Nuri leiste dem Dokument zufolge im Fall des Verlusts der eingesetzten Kryptowährungen keinen Ersatz.

Nuri-CEO Kristina Walcker-Mayer teilte gegenüber Finance Forward mit, dass man nun im ersten Schritt daran arbeite, das Angebot aus der App zu nehmen und einen entsprechenden Warnhinweis zu publizieren. Ob und welche Folgen für angelegte Bitcoin droht, bleibt allerdings ungeklärt.

Laetitia Schäfer

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