Smart City Index

Bitkom: Großstadt-Bürger können immer öfter kommunale Dienste digital bezahlen

80 Prozent der deutschen Großstädte setzten für kommunale Leistungen zunehmend auf E-Payment-Lösungen. Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des Smart City Index, einem Ranking des Digitalverbands Bitkom.

Großstadt-Bürger können immer öfter kommunale Dienste digital bezahlen
Großstadt-Bürger können immer öfter kommunale Dienste digital bezahlen © gettyimages/Passakorn Prothien

Untersucht wurden alle deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern.

Mehr digitale Bezahlangebote in Städten

Der Digitalverband Bitkom hat eine Studie zu digitalen Bezahlangeboten für kommunale Services veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass nach zwei Jahren Corona-Pandemie jetzt auch deutsche Kommunen zunehmend auf elektronische Bezahlverfahren setzen. Der Anteil der Großstädte, die bei Verwaltungsdienstleistungen E-Payment-Verfahren einsetzten, ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte auf 80 Prozent gestiegen. Untersucht wurden 81 deutsche Städte mit einer Einwohnerzahl ab 100.000.

Darüber hinaus geht aus den Zahlen der Studie hervor, dass im Durchschnitt 2,2 E-Payment-Anbieter für die Bezahlung von Verwaltungsdienstleistungen zur Verfügung stehen. Am weitesten verbreitet ist demnach Giropay (83 Prozent), gefolgt von den Kreditkartengesellschaften Visa und Mastercard (71 Prozent), PayPal (63 Prozent) und Paydirekt (52 Prozent). Außerdem bieten alle der 81 untersuchten Städte Kartenzahlungen in ihren Bürgerämtern an. Allerdings akzeptiert nur jede fünfte Stadt Kreditkartenzahlungen und nur sechs Prozent bieten Mobile Payment per Smartphone als Bezahlmethode an, beispielsweise über Apple Pay oder Google Pay.

Anders sieht es beim Ticketverkauf im öffentlichen Nahverkehr aus: In drei Viertel (75 Prozent) aller Großstädte können Bürger am Automaten mit Karte bezahlen. 97 Prozent akzeptieren EC-Karte, 67 Prozent Kreditkarte, aber nur fünf Prozent Mobile Payment. Bei der Bezahlung von Bußgeldern haben sich elektronische Bezahlverfahren dagegen bis jetzt kaum durchgesetzt.

Insgesamt sind Duisburg und Freiburg Spitzenreiter bei digitalen Bezahlmöglichkeiten. Beide Städte bieten jeweils in zehn der 18 untersuchten Bereiche digitale Bezahlverfahren an, darunter im Bürgeramt, im Zoo und bei Online-Bürgerservices. Danach folgen Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Kassel und Mannheim (jeweils neun Bereiche). 

„Digitale Bezahllösungen sind nicht nur ein Service, um Verwaltungsdienstleistungen schnell und einfach zu bezahlen. Sie helfen auch den Verwaltungen und kommunalen Unternehmen, ihren Zahlungsverkehr effizienter abzuwickeln und Kosten zu sparen“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Kommunen könnten mithilfe einer multimodalen Mobilitäts-App mit integrierter Bezahlfunktion verschiedene Mobilitätsangebote bündeln“, wirbt der Bitkom-Chef für eine weiter steigende Akzeptanz.

Der Bitkom hat neben der Sonderauswertung zum digitalen Bezahlen auch ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sich weitere Informationen und Praxisbeispiele zum digitalen Bezahlen finden.

Laetitia Schäfer

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