Herausforderungen für deutsche Unternehmer und Gründer

Bunq-Umfrage zeigt: Sinkende Gewinnerwartungen und geringes Vertrauen in traditionelle Banken

Deutsche Unternehmer sind besorgt über eine mögliche Krise und erwarten sinkende Gewinne im Jahr 2023, weshalb sie ihre Ausgaben senken und ihre Einlagen auf mehrere Banken verteilen wollen, wie eine Umfrage von bunq zeigt.

Herausforderungen und sinkende Gewinnerwartungen für KMUs in Deutschland
Herausforderungen und sinkende Gewinnerwartungen für KMUs in Deutschland © GettyImages/Fentino

Außerdem haben viele das Vertrauen in traditionelle Banken verloren und halten Bargeld für finanzielle Notfälle bereit.

Umfrage von bunq: 25 Prozent der deutschen Unternehmer rechnen 2023 mit weniger Gehalt

KMUs stehen vor einem schwierigen Jahr, in dem die Angst vor einer drohenden Krise um sich greift und Einlagen auf mehrere Banken verteilt werden. Hohe Energiekosten, Probleme in der Lieferkette und ein stark verunsichertes Umfeld dämpfen die Erwartungen deutscher Gründer und Unternehmer in diesem Jahr deutlich. Dies ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Umfrage von bunq, der zweitgrößten Neo-Bank in der EU.

Insgesamt wurden 800 KMUs in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich befragt, davon 200 aus Deutschland. Die Befragten gaben an, derzeit mit knappen Budgets zu arbeiten und ihre finanzielle Situation im Laufe des Jahres genau im Auge zu behalten. Angesichts der aktuellen Herausforderungen rechnen 25 Prozent der befragten Gründer für das Jahr 2023 mit sinkenden Gewinnen. Um die Verluste auszugleichen, planen die meisten, ihre Geschäftsausgaben zu reduzieren. Für 86 Prozent der Gründer hierzulande ist dies die bevorzugte Maßnahme, wobei mehr als die Hälfte (53 Prozent) ihre Ausgaben um bis zu 30 Prozent senken wollen.

Sparpotenzial bei Geschäftskosten und Gehältern

81 Prozent der Unternehmer in Deutschland planen Sparmaßnahmen für dieses Jahr. Vor allem bei Versicherungen (39 Prozent), Räumlichkeiten (34 Prozent), Lieferanten (31 Prozent) und Marketing (28 Prozent) soll gespart werden. Zudem denken 26 Prozent darüber nach, den Mitarbeitern im Jahr 2023 weniger Gehalt zu zahlen. Auch eine strenge Kostenkontrolle soll dabei helfen, das Geld zusammenzuhalten: 81 Prozent der deutschen KMUs wissen genau, wie viel Geld sie jeden Monat einnehmen und ausgeben. Ganze 95 Prozent der Gründer arbeiten mit klar definierten Budgets, die ihnen kaum Spielraum lassen.

Absicherung der Einlagen

Angesichts der anhaltenden Turbulenzen im globalen Finanzsektor halten 73 Prozent der deutschen Gründer ihre Einlagen für nicht sicher, 57 Prozent sorgen sich um eine drohende Bankenkrise. 71 Prozent der befragten Unternehmer ziehen es daher vor, ihre Einlagen auf mehrere Banken zu verteilen. Im vergangenen Jahr haben bereits 53 Prozent ihr Geld auf verschiedene Bankkonten verteilt. Ein Drittel der Befragten plant dies in den kommenden Monaten und rund ein Viertel (26 Prozent) will einen Teil als Bargeld abheben.

Schwindendes Vertrauen in traditionelle Finanzinstitute

In Deutschland hat jeder fünfte Unternehmer (19 Prozent) generell das Vertrauen in traditionelle Geldhäuser verloren. 55 Prozent sind der Meinung, dass Banken nicht mehr so verlässliche Partner sind wie früher. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der deutschen Unternehmer hält derzeit eine größere Summe Bargeld bereit, um auf mögliche finanzielle Engpässe vorbereitet zu sein. Um fundierte Entscheidungen über finanzielle Rücklagen zu treffen, verlassen sich deutsche Gründer vor allem auf ihre Familie (29 Prozent) und nehmen eine professionelle Beratung in Anspruch (28 Prozent).

Laetitia Schäfer

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