Änderung der Kartenstrategie bei der DKB

DKB: Gebühren für Kreditkarte und Girocard sowie kostenpflichtiges Geschäftskonto

Die DKB erwägt erstmals Gebühren für die Kreditkarte und die Girocard zu erheben. Das Geschäftskonto ist schon nicht mehr kostenlos. Weitere Informationen zum Vorhaben der Bank lesen Sie hier.

DKB © DKB
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Bis jetzt waren Girocard und Kreditkarte kostenlos bei der DKB. Allerdings arbeitet die Bank an einer Änderung der Kartenstrategie. Demnach werden Kreditkarte und Girocard kostenpflichtig

Kreditkarte und Girocard der DKB gegen Gebühr

Kunden der DKB sollen künftig eine kostenlose Visa-Debitkarte in Verbindung mit dem Konto bei der Bank erhalten. Für eine klassische Kreditkarte sowie für die Girocard werden allerdings Gebühren anfallen. Das einstige Markenzeichen der DKB: „Kostenlose Kreditkarte zum DKB-Cash-Konto“ ist damit passé. Laut neuer Kartenstrategie sind knapp 30 Euro im Jahr (2,49 Euro/Monat) für die Kreditkarte und knapp 12 Euro (0,99 Euro/Monat) für die Girocard angedacht. Momentan befindet sich das neue Kostenmodell in einer Testphase, was nicht bedeuten muss, dass das neue Preismodell auch tatsächlich eingeführt wird. Die DKB bestätigte den Test auf Anfrage gegenüber finanz-szene.de. „Im Rahmen von marktüblichen Kundenbefragungen befragen wir regelmäßig unsere Kund*innen zu möglichen Produktoptionen und -bedürfnissen. Hierbei haben wir kürzlich auch verschiedene Produktoptionen für unsere angebotene Karten getestet.“ Der Beta-Test dient dazu, die Akzeptanz der neuen Produkte und Preis-Varianten zu ermitteln. Die Nutzer der Testphase erhalten automatisch eine Visa-Debitkarte und entscheiden sich anschließend, ob sie die übrigen Karten kostenpflichtig weiterführen wollen oder nicht. Wörtlich heißt es: „Bitte melde Dich jetzt in Deinem Banking an und entscheide, ob Du noch mehr finanzielle Flexibilität möchtest: Du kannst Deine Visa Kreditkarte für 2,49 Euro/Monat (…) weiter behalten. Solltest Du keine Entscheidung treffen, werden Deine bisherigen Karten nach 10 Wochen deaktiviert.“ Bis dato ist die klassische Visa-Kreditkarte das beliebteste Produkt der DKB. Die Einführung einer Debitkarte als „Top of wallet“-Produkt passt allerdings zum strategischen Ziel der DKB. Die Bank plant von aktuell mehr als 4,5 Millionen Kunden auf 8 Millionen Kunden im Jahr 2024 zu wachsen. Dafür eignet sich eine Debitkarte besonders gut. Grund dafür: das geringere bzw. weniger aufwändigeres Riskmanagement einer Debit-Kreditkarte im Vergleich zu einer echten Kreditkarte. Folglich erhöht dies den Kreis potenzieller Neukunden, denen man bislang mangels Kreditwürdigkeit keine „echte“ Kreditkarte anvertraut hätte.

Kostenpflichtige Geschäftskonten bei der DKB

Neben der Anpassung in der Kartenstrategie für Privatkunden führte die DKB Bank Anfang Oktober 2020 auch Gebühren für Geschäftskonten ein. Das zuvor kostenlose Konto „DKB Business“ für Freiberufler wird mit Kosten von 15 Euro pro Monat berechnet. Diese Einführung kam für viele Kunden überraschend und wurde erst mit dem Kontoauszug sichtbar. Dies hängt mit einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 2016 zusammen. Seitdem reicht es, den Kunden etwaige Änderungen bei Preisen und Geschäftsbedingungen in „Textform“ mitzuteilen – in Abgrenzung zur „Schriftform“. Die Banken müssen den Kunden nun kein Schreiben mit Unterschrift mehr zusenden – das ganze geht auch per Mail oder per „elektronischer Mitteilung“, zu der Banken Kunden in der Regel als Kommunikationsform auch zwingen.

Felicitas Schäfer

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