Gen Z im Fokus

Generationen im Wandel: Interesse an Finanzen nimmt vor allem bei jüngeren Menschen zu

Eine aktuelle Klarna-Studie zeigt, dass das Interesse an Finanzthemen vor allem bei jungen Menschen stark zunimmt. Millennials und die Generation Z stehen an der Spitze, während ältere Generationen, insbesondere die Babyboomer, weniger Interesse zeigen.

Gen Z im Fokus: Interesse an Finanzen nimmt vor allem bei jüngeren Menschen zu
Gen Z im Fokus: Interesse an Finanzen nimmt vor allem bei jüngeren Menschen zu © Imago/Image Source

Die Gen Z spricht häufig über Finanzen und fühlt sich dabei wohl, während die Babyboomer eher zurückhaltend sind.

Finanzwelt im Wandel: Jüngere Generationen zeigen wachsendes Interesse

Das Interesse an Finanzthemen nimmt deutlich zu, insbesondere bei jungen Menschen. In einer aktuellen Umfrage gaben 67 Prozent der Befragten in Deutschland an, sich aktiv mit ihren Finanzen zu beschäftigen. Auffällig ist, dass die Millennials, also die Altersgruppe zwischen 27 und 42 Jahren, mit beeindruckenden 80 Prozent an der Spitze liegen. Knapp dahinter folgt die Gen Z (18 bis 26 Jahre), von denen immerhin 73 Prozent ein starkes Interesse an Finanzthemen bekunden. Die Gen X, bestehend aus den 43- bis 58-Jährigen, kommt immerhin noch auf einen Wert von 61 Prozent, während die Babyboomer, also die 59- bis 77-Jährigen, mit 58 Prozent knapp über der Hälfte liegen.

Interessant ist ein Blick auf die Entwicklung der letzten zwei Jahre. Bei der Gen Z (2021: 62 Prozent) und den Millennials (2021: 69 Prozent) lässt sich ein Zuwachs des Interesses an Finanzthemen von elf Prozent beobachten. Bei der Gen X (2021: 66 Prozent) ist es dagegen um fünf Prozent leicht zurückgegangen. Bei den Babyboomern (2021: 65 Prozent) fällt der Rückgang mit sieben Prozent sogar noch etwas stärker aus. Diese Veränderungen könnten auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Herausforderungen der jüngeren Generationen zurückzuführen sein. Die Finanzkrise 2008, wirtschaftliche Unsicherheiten wie die COVID-19-Pandemie sowie die Inflation könnten dazu beigetragen haben, dass diese Generationen ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung finanzieller Stabilität entwickelt haben.

Das Thema Geld in sozialen Gesprächen: Gen Z teilt gerne finanzielle Einblicke

In der Generation Z zeichnet sich ein deutlicher Trend ab: 72 Prozent dieser Generation geben an, mindestens einmal im Monat mit Familienmitgliedern oder Freunden über finanzielle Angelegenheiten zu sprechen, 39 Prozent tun dies sogar wöchentlich. Nur zehn Prozent der Gen Z sprechen überhaupt nicht mit anderen über ihre Finanzen. Interessant ist auch, dass mehr als die Hälfte dieser jungen Generation (62 Prozent) sich sehr wohl dabei fühlt, über ihre persönlichen Finanzen zu sprechen.

Im Gegensatz dazu sprechen nur 34 Prozent der Babyboomer mindestens einmal im Monat und nur 15 Prozent einmal pro Woche über ihre Finanzen. In dieser Generation fühlt sich nur knapp ein Drittel (33 Prozent) bei solchen Gesprächen wohl und 44 Prozent sprechen überhaupt nicht mit Freunden oder Verwandten über ihre finanziellen Angelegenheiten. Die Ergebnisse zeigen somit einen signifikanten Unterschied in der Offenheit gegenüber finanziellen Themen zwischen der jüngeren und der älteren Generation.

Neue Wege in der Finanzbildung: Gen Z setzt auf persönlichen Austausch und das Internet

Gen Z und Millennials sind die Generationen, die mit dem Internet und sozialen Medien aufgewachsen sind. Dadurch haben sie leichten Zugang zu umfassenden Informationen und Finanzbildung. Sie können online nach Finanztipps, Blogs, Videos und Experten suchen, um sich über Themen wie Budgetierung, Sparen, Investieren und Schuldenmanagement zu informieren. Interessant ist jedoch, dass die Mehrheit (44 Prozent) der Gen Z ihr Finanzwissen immer noch durch persönlichen Austausch erwirbt. Erst danach folgen Social Media (31 Prozent), Bücher und Zeitschriften (30 Prozent) sowie Blogs (19 Prozent) als Informationsquellen zu Finanzthemen. Die Gen Z und die Millennials profitieren von den technologischen Fortschritten, die den Zugang zu Finanzdienstleistungen und -instrumenten erleichtern. Mobile Anwendungen, Online-Banking und digitale Investitionsplattformen ermöglichen es ihnen, ihre finanziellen Angelegenheiten bequem zu verwalten und in Wertpapiere zu investieren.

Methodik

Die Klarna-Studie basiert auf Daten von 16.370 Teilnehmern aus 16 verschiedenen Ländern (u.a. USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Frankreich, Schweden, Norwegen, Finnland, Neuseeland, Italien, Polen, Portugal, Spanien, Tschechische Republik und Griechenland). Die Stichprobe wurde landesweit und repräsentativ ausgewählt und umfasste sowohl Klarna-Nutzer als auch Nicht-Nutzer. Die Befragten wurden von der Forschungsagentur Nepa ausgewählt, wobei in jedem Land mindestens 1.000 Personen befragt wurden.

Laetitia Schäfer

Anzeige

awa7 Kreditkarte

awa7 Visa Kreditkarte

  • dauerhaft gebührenfrei
  • Bäume pflanzen durch Ihre Ausgaben
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben

100 Kreditkarten im Vergleich

Worauf legen Sie bei Kreditkarten Wert?

Top-Ratgeber-Themen

Aktuelle Ratgeber-Themen