Stiftung Warentest „Finanztest“

Kontomodelle getestet: Hohe Servicegebühren für Kartenzahlungen

Stiftung Warentest hat eine Auswertung getesteter Kontomodelle veröffentlicht, die oft sehr hohe Gebühren bezüglich der Kartenzahlungen aufweisen. Hier lesen Sie mehr über den Girokonto-Test!

Kartenzahlungen
Kartenzahlungen (© gettyimages)

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich das Zahlungsverhalten der Deutschen verändert. Immer mehr Konsumenten bevorzugen eine bargeldlose Bezahlung an der Supermarktkasse. Stiftung Warentest veröffentlicht nun eine Auswertung getesteter Kontomodelle, die oft sehr hohe Gebühren bezüglich der Kartenzahlungen aufweisen.

Girokonto-Test von Stiftung Warentest

Immer häufiger werden Kreditkarten verpflichtend im Bundle mit dem Girokonto der jeweiligen Bank angeboten. Für die aktuelle „Finanztest“ überprüfte Stiftung Warentest 294 Kontomodelle von 125 Kreditinstituten in Deutschland hinsichtlich ihrer Konditionen.
20 getestete Girokonten sind dabei ohne versteckte Kosten gratis nutzbar. Als gratis definiert Stiftung Warentest in dieser Studie keine Grundgebühren, keine Kosten für Kontoauszüge sowie Buchungen und gebührenfreie Abhebungen von Bargeld am Automaten.
71 weitere Kontomodelle lagen mit Gebühren in Höhe von 60 Euro jährlich in einem gerechtfertigten Rahmen für die gebotenen Leistungen.
Das Ergebnis des Tests zeigte jedoch auch in vielen Fällen sehr hohe Extra-Gebühren für diverse Serviceleistungen auf. Insbesondere für Bargeldabhebungen an fremden Automaten werden hier pro Verfügung bis zu 6 Euro fällig. Je Kartenzahlung verlangen die Banken ebenfalls bis zu 50 Cent.
Auch für andere Dienste wie beispielsweise Telefonservice oder Überweisungen berechnen die Kreditinstitute häufig extra Gebühren.

Banken unter Druck

„Finanztest“-Expertin Heike Nicodemus spricht bezüglich der hohen Gebühren für Kartenzahlungen von einem zunehmenden Trend, der sich bereits seit mehreren Jahren bemerkbar macht.
Aufgrund der Corona-Pandemie und der folglich erhöhten Anzahl an Kartenzahlungen, fällt diese Entwicklung in dieser Zeit besonders auf. Grund für die stetige Erhöhung der Gebühren ist der Druck durch Niedrigzinsen und Strafzinsen der EZB, der in diesen Zeiten auf den Kreditinstituten lastet.
Um die Kosten zu senken werden demnach Servicegebühren erhöht und Bankfilialen geschlossen. Vor allem rein digitale Konten sind deshalb häufig vollständig gebührenfrei erhältlich.

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Sabrina Savelkouls

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