USA

Obama bittet Kartenunternehmen zum Rapport

Aufgrund steigender Ausfallraten und erhöhter Gebühren müssen sich Kreditkartenunternehmen vor höchster Stelle verantworten.

Die Kreditkartenunternehmen VISA, MasterCard, Capital One, American Express, Citigroup und Bank of America müssen sich vor dem Finanzminister Tim Geithner rechtfertigen, warum sie den wachsenden Ausfallraten ihrer Kunden mit erhöhten Gebühren begegnen. Die steigenden Ausfälle von Kreditkartenschulden sind das Resultat anhaltend wachsender Arbeitslosigkeit in den USA. Den Finanzinstituten deshalb nach einer leichten Erholungsphase nun eine erneute Krise. Um sich vor weiteren Schulden zu schützen, bitten die Banken jetzt ihre Kunden zur Kasse. Dabei wird die Finanzbranche bereits durch Steuermilliarden gestützt.

Präsident Obama will nicht noch mehr Bürger in die Bredouille bringen und möchte deshalb verhindern, dass Kreditkartenanbieter zunächst Gebühren verheimlichen und dann mit überhöhten Zinsen die Kunden in die Zahlungsunfähigkeit treibt.

In den USA sind im Gegensatz zu Deutschland hauptsächlich „echte Kreditkarten“ im Umlauf. Während hier in der Regel einmal monatlich der volle Betrag vom Konto des Kreditkarteninhabers abgebucht wird, wird bei Kreditkarten mit sog. Revolving Credit nur ein Teilbetrag eingezogen. Die restliche Summe wird teils mit außerordentlich hohen Zinsen über 20 Prozent belastet. Dadurch verliert der Kunde schnell den Überblick über seine Ausgaben und kann bei finanziellen Einschränkungen seinen Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen. Diese Kreditkarten mit „Abstotter-Funktion“ werden auch in Deutschland immer häufiger angeboten und befinden sich deshalb auch hierzulande in der Kritik.

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