Banking für Teenager

Pockid: Debit-Mastercard für die digitale Generation

Pockid, ein Hamburger Banking-Startup, bietet eine Debit-Mastercard und Banking-App für Teenager an. Das Konzept ist dabei nicht neu. Schon N26 hat sich 2013 daran versucht.

Pockid - die Kreditkarte für die digitale Generation © Pockid
Pockid - die Kreditkarte für die digitale Generation © Pockid

Pockid greift ein altes Konzept auf und bringt eine Debit-Mastercard und eine Banking-App für Teenager auf den Markt.

Banking für Teenager

Angedacht war eine Kooperation mit Wirecard im Jahr 2020. Anlässlich des Skandals um das Unternehmen verschiebt sich jedoch der Launch von Pockid. Jetzt hat das Finanz-Startup einen neuen Partner gefunden, den belgischen Anbieter PPS, regulatorische Fragen sind geklärt und der Start ist für das erste Halbjahr 2021 geplant. Im Produktportfolio ist eine Debit-Mastercard und eine Banking-App für Teenager. Eltern können sich parallel einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben ihrer Kinder verschaffen. Das Unternehmen plant seine Einnahmen über monatliche Gebühren zu verdienen, die vom Konto der Eltern abgebucht werden, denn Erlösquellen über den Vertrieb von Finanzprodukten sind bei Minderjährigen nicht möglich. Das Geschäftsmodell stützt sich darauf, dass Eltern Kontrolle und Zugang zu den Finanzen ihrer Kinder haben, denn die Accounts sollten mit den Banken der Eltern verknüpft sein. Dabei bietet das Fintech virtuelle und physische Debit-Mastercard-Kreditkarten an. Die Plastikkarte steht als Standard- oder Holz-Kreditkarte zur Verfügung. Die Tatsache, dass die Kunden von Pockid erwachsen werden, mehr Einkommen, mehr Gespartes und mehr Transaktionen durchführen ist berücksichtigt. „Wir richten unser Angebot an die Generation Z, wir werden also mit unseren Kunden wachsen. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch Konten für Erwachsene denkbar“, sagt Pockid-Gründer Jes Henning.

Eine Bank für Kinder und Jugendliche war auch der erste Versuch der N26-Gründer, doch die Idee wurde schnell wieder verworfen. N26 hatte sich 2013 an einer Kreditkarte für Teenager unter dem Namen Papayer versucht. Allerdings hatte diese kaum Zuspruch und das Vorhaben wurde zur Bank für Erwachsene transformiert. „Seit 2013 ist einiges passiert, damals waren Neobanken generell noch unbekannt. Das hat sich geändert, besonders Startups wie N26 oder Revolut haben dazu beigetragen, dass die Branche bekannter wurde und an Vertrauen gewonnen hat“, sagte Henning gegenüber FinanceForward. Das Vertrauen in Fintechs habe sich gesteigert und auch das Zahlungsverhalten habe sich verändert. Durch die momentane Corona-Pandemie ist unter anderem der Onlinehandel gewachsen. Für Online-Spiele und Shopping reicht Bargeld als Taschengeld nicht mehr aus. Mit dem Angebot von Pockid sollen Jugendliche den Umgang mit Geld lernen. Mit der Debit-Mastercard wird gespart und gezahlt, eine Überziehung ist nicht möglich.

Felicitas Schäfer

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