Hilfe für Kriegsopfer durch Kontolockerungen

Revolut vereinfacht Kontoeröffnung für ukrainische Flüchtlinge

Die Digitalbank Revolut hat ihre Anforderungen zur Eröffnung eines Kontos für Flüchtlinge aus der Ukraine gelockert, um sicherzustellen, dass sie schnellen und einfach Zugang zu ihrem Geld haben. Andere Banken reagieren ähnlich.

Revolut vereinfacht Kontoeröffnung für ukrainische Flüchtlinge
Revolut vereinfacht Kontoeröffnung für ukrainische Flüchtlinge © Revolut

Revolut hat nicht nur viele Anforderungen für die Einrichtung eines Kontos, sondern auch Fremdwährungs- und Aufladegebühren gesenkt, um ukrainischen Flüchtlingen zu helfen.

Erleichterte Kontoeröffnung für Ukraine-Flüchtlinge

Revolut erleichtert allen Flüchtlingen, die nach der russischen Invasion aus der Ukraine geflohen sind, die Kontoeröffnung - es ist lediglich eine Telefonnummer vonnöten. Bereits 25.000 Konten wurden eröffnet, 3.700 von Deutschland aus. Banken wie Sparkassen, Deutsche Bank oder Commerzbank haben bereits signalisiert, ukrainischen Flüchtlingen bei der Eröffnung von Konten ebenso unbürokratisch und schnell zu helfen. So entfallen etwa umständliche Anmeldeprocedere wie die Bestätigung eines EU-Aufenthaltstitels, der sonst für die Einrichtung einer Bankverbindung für Ausländer nötig ist. Auch wird das Konto etwa für ein halbes Jahr kostenlos eingerichtet, wie es die Stadtsparkasse München vorlebt. Gerade für einen künftigen Arbeitgeber in Deutschland ist eine Kontoverbindung Bedingung, sonst könnte es Probleme mit notwendigen Zahlungsnachweisen geben.

Normalerweise ist für die Einrichtung eines Kontos im europäischen Wirtschaftsraum ein Nachweis des Wohnsitzes oder Aufenthaltsrechts in der EU notwendig. Viele ukrainische Flüchtlinge können diesen Nachweis allerdings nicht erbringen, da sie gezwungen waren, ihre Heimat unter schwierigen Umständen und kurzfristig zu verlassen. Aus diesem Grund hat Revolut nun die Anforderungen zur Eröffnung eines Kontos erleichtert, um sicherzustellen, dass sie einen schnellen und einfachen Zugang zu ihrem Geld haben. „Der Krieg in der Ukraine hat bereits mehr als zwei Millionen Menschen vertrieben. Wir von Revolut hielten es für unabdingbar, ihnen zu helfen. Aus diesem Grund bieten wir ab sofort unsere Dienstleistungen für Flüchtlinge aus dem Land an. Wir wollen ihnen einen einfacheren und schnelleren Zugang zu ihrem Geld garantieren, als es sonst bei traditionellen Banküberweisungen der Fall wäre. Ich bin stolz auf diese Initiative“, erklärt Vlad Yatsenko, Mitbegründer und CTO von Revolut.

Flüchtlinge, die das Land verlassen haben, können in Folge nun schnell ein Konto bei Revolut einrichten, indem sie es mit ihrem ukrainischen Bankkonto verknüpfen. Außerdem verzichtet Revolut auf Wechselgebühren beim Tausch von ukrainischer Hrywnja in eine andere Währung, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Des Weiteren fallen für das Revolut-Standardkonto keine monatlichen Gebühren an und es dient zum Senden und Empfangen von Geld sowie zum Währungsumtausch. Die verknüpfte Debitkarte kann im gesamten europäischen Wirtschaftsraum, als physische Karte in der Ukraine und auch in Verbindung mit Google und Apple Pay verwendet werden. Für Überweisungen ins Ausland und Revolut Peer-to-Peer gilt ein Limit von 1.500 Euro pro Tag. Auch an Freunde und Verwandte, die sich in einem anderen Land befinden, kann schnell und sicher Geld an ein Revolut-Konto in der Ukraine überwiesen werden.

Zum kostenlosen Revolut-Standardkonto

Wie funktioniert die Anmeldung?

Für die Anmeldung bei Revolut ist nur eine Telefonnummer notwendig. Hierbei kann auch eine ukrainische Nummer verwendet werden, wichtig ist nur, dass SMS empfangen werden können. Bei der Adressangabe reicht die Unterkunft, indem sich die Flüchtlinge gerade aufhalten. Für die Bestätigung der Identität ist ein ukrainischer Reisepass oder Personalausweis erforderlich. Alternativ kann auch ein Reisepass aus einem anderen Land mit ukrainischem Visum verwendet werden.

Zur Kontoeröffnungs-Anleitung auf Englisch oder Ukrainisch

So erhalten ukrainische Flüchtlinge eine SIM-Karte

Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (O2) wollen Tausende von kostenlosen SIM-Karten an geflüchtete Ukrainer in Deutschland verteilen. Die Verteilung der SIM-Karten koordinieren die Netzanbieter mit dem „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ sowie den großen Hilfsorganisationen. Betreiber von Flüchtlingsheimen, die Plätze für ukrainische Flüchtlinge geschaffen haben, sollen sich telefonisch bei den Unternehmen melden, entsprechende Rufnummern wurden eingerichtet. Der Internetzugang über die bereitgestellten SIM-Karten und der Aufbau von Mobilfunkverbindungen zum Telefonieren ist bis auf Weiteres komplett kostenlos sowie unlimitiert.

Laetitia Schäfer

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