Zahlungskarten

Schwere Zeiten für Plastikgeld

Keine Probleme außerhalb der EU

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Rund 30 Millionen EC- und Kreditkarten sind von der neuesten Panne betroffen. Ausgerechnet ein Chip, der eigentlich für mehr Sicherheit sorgen soll, hat das Chaos an Geldautomaten und Händlerterminals ausgelöst. Der so genannte EMV-Chip kann das Jahresdatum 2010 nicht korrekt verarbeiten. Dieser Chip wurde von vielen Banken eingeführt, um Konto- und Kundendaten nicht nur auf den relativ leicht kopierbaren Magnetstreifen von Plastikgeld zu speichern. Inzwischen hat der französische Technologiekonzern Gemalto die Verantwortung für die Panne übernommen. Doch damit sind die Probleme der Verbraucher nicht gelöst.

Fieberhafte Suche nach Lösungen
Während der Einsatz von Plastikgeld am Automaten im Inland wieder weitgehend reibungslos abläuft, kann es im Ausland immer noch zu Problemen kommen. Wichtig: Angeblich sind nur EC-Karten, die vor dem 1. Juli 2009 und Kreditkarten, die vor dem 1. März 2009 ausgegeben wurden, betroffen. Die deutsche Kreditwirtschaft versucht fieberhaft, zumindest in den Hauptreiseländern, eine Lösung zu finden, wie auch dort kurzfristig eine weitere Akzeptanzverbesserung erreicht werden kann. Es wird davor gewarnt die EMV-Chips mit Klebestreifen zu manipulieren. Dadurch können Karte und Geldautomat bzw. Kartenlesegerät beschädigt werden.

Gang zum Bankschalter wird erstattet
Was also kann der Verbraucher tun, um an sein Geld zu kommen? Wenn möglich sollten Sie mehrere Karten mit sich führen. Von den ca. eine Millionen Händlerterminals funktionieren etwa 800 000 einwandfrei. Falls Ihre Karte weder am Terminal noch am Geldautomat funktioniert, bleibt nur der Gang zum Bankschalter. Für dadurch entstehende Kosten empfiehlt es sich, die Quittung aufzubewahren und die Bank, am besten vorab telefonisch, um Erstattung zu bitten. Verbraucherschutz und Regierung halten die Erstattung anfallender Kosten für selbstverständlich.

Wer nun den Winterurlaub antritt, sollte in jedem Fall etwas mehr Bargeld als üblich mit sich führen und auch über Reiseschecks nachdenken. Die sind zwar verhältnismäßig teuer, können in der Not aber durchaus hilfreich sein. Außerhalb Europas wird es keine Probleme geben, da Geldautomaten dort ohnehin nur auf die Daten auf dem Magnetstreifen zurückgreifen. Zudem haben viele Banken, wie z. B. die Postbank, einen Notfall-Bargeldservice eingerichtet. Funktioniert keine der Karten, können Kunden bei der Hausbank anrufen und erhalten ein Notgeld bei einer Filiale der Western Union Bank vor Ort. Erkundigen Sie sich rechtzeitig.

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