
Die RBR-Studie „Commercial Cards in Europe 2021”, die in 19 Ländern durchgeführt wurde, gibt Einblicke in den Markt für Firmenkreditkarten. Dabei sollen virtuelle Kreditkarten einen erheblichen Teil zum Wachstum des Sektors beitragen.
Rekordniveau bei Ausgaben mit Firmenkreditkarten im Jahr 2022 erwartet
Trotz der harten Auswirkungen der Reisebeschränkungen im Jahr 2020 sieht die langfristige Zukunft für den Sektor der Firmenkreditkarten sehr gut aus. Laut einer Studie der RBR werden die Ausgaben bis 2022 einen neuen Höchststand erreichen. Unternehmensrichtlinien, die ihre Verwendung vorschreiben (z.B. in Frankreich), sowie die Einführung von kontaktlosen Geschäftskarten und eine stärkere Tokenisierung solcher Karten in mobilen Geldbörsen werden die Ausgaben erhöhen. Ein starkes Wachstum bei der Nutzung von Debit- und Prepaid-Karten wird auch den Einsatz von Geschäftskarten fördern, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen. Nach einem deutlichen Rückgang der Ausgaben im Jahr 2020 prognostiziert RBR, dass die Ausgaben für Firmenkreditkarten in Europa im Jahr 2021 wieder stark ansteigen werden, da die Reisebeschränkungen schrittweise aufgehoben werden. 2022 kann ein neues Rekordniveau erreicht werden. RBR rechnet damit, dass die Ausgaben über Geschäftskarten bis 2025 auf 529 Milliarden Euro Umsatz ansteigen werden, 45% höher als im Jahr 2019.
Technologische Fortschritte für die Attraktivität von Firmenkreditkarten
Auch wenn die kurzfristigen Herausforderungen für den Geschäftskartensektor bestehen bleiben, werden kontinuierliche technologische Verbesserungen die Attraktivität von Geschäftskarten für Unternehmen langfristig erhöhen. Chris Herbert, Senior Parter bei RBR: „Fortschritte bei den Reporting-Tools, die die Ausgaben überwachen, werden ein großer Vorteil für den kommerziellen Kartensektor sein. Darüber hinaus wird die zunehmende Ausgabe virtueller Karten zusätzliche Kontrolle und Sicherheit bei Zahlungen bringen und die Notwendigkeit für Unternehmen verringern, reisenden Mitarbeitern physische Plastikkarten zur Verfügung zu stellen.”
Steigender Umsatzanteil virtueller Geschäftskarten
Laut einer 19-Länder-Studie von RBR wurden 2019 in Europa beeindruckende 42,7 Milliarden Euro mit virtuellen Geschäftskarten ausgegeben, was 12 % der gesamten Ausgaben für Geschäftskarten entspricht. Sicherheit und Kontrolle sind zwei große Vorteile von virtuellen Karten. Ein offensichtlicher Sicherheitsvorteil ist, dass virtuelle Karten im Gegensatz zu physischen Karten nicht verloren gehen können. Außerdem werden virtuelle Kartennummern oft für die Begleichung einer bestimmten Rechnung generiert und verfallen nach der Nutzung, wodurch eine betrügerische Nutzung verhindert wird.
Chris Herbert, der die Studie für RBR leitete, kommentierte: „Virtuelle Karten werden eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des kommerziellen Kartensektors spielen, da die Pandemie die Verlagerung auf Online-Zahlungen beschleunigt hat. In Zukunft wird die Ausweitung der NFC-Akzeptanz auch mehr Möglichkeiten für Zahlungen am Point of Sale eröffnen, wobei virtuelle Karten, die in mobile Geldbörsen eingebettet sind, zunehmend Plastikkarten ersetzen werden.”