Ukraine-Krieg und Folgen

Vivid Money: Schließung des Büros in Moskau – Mitarbeitende werden versetzt

Aufgrund des Krieges in der Ukraine schließt die Berliner Neobank Vivid Money nun ihr Büro in Moskau. Die Mitarbeitenden werden auf andere Büros verteilt.

Mitgründer von Vivid Money - Alexander Emeshev
Mitgründer von Vivid Money - Alexander Emeshev © Vivid Money
Kürzlich schloss Vivid Money das große Büro in Moskau aufgrund des Ukraine-Kriegs. Die Angestellten wurden außer Landes gebracht.

Vivid: Der Auszug aus Moskau

Mitgründer Alexander Emeshev bestätigt gegenüber Capital und Finance Forward, das Moskauer Büro geschlossen zu haben. Grund dafür ist der Ukraine-Krieg. Die Neobank hat Schwierigkeiten, das Büro in Moskau von außen zu finanzieren. Zu Beginn des Krieges haben bereits um die 100 Angestellten Russland verlassen. Nun werden auch die restlichen Teammitglieder aus Moskau in andere Büros, wie nach Almaty in Kasachstan, Limassol auf Zypern und nach Amsterdam versetzt. Emeshev will auch einige nach Deutschland holen, doch das gestaltet sich schwierig. „Ich bin leider ein Experte zum Thema Einreisebestimmungen geworden“, sagt der Vivid-Mitgründer.

Auch die russische Wirtschaft wird darunter leiden. Die Zukunft schätzt Alexander Emeshev finster ein: „Die russische Volkswirtschaft wird überleben, natürlich, es gibt einen großen Binnenmarkt und viele schlaue Leute. Aber Russland wird ärmer sein als zuvor, es wird um bis zu 30 Jahre zurückgeworfen. Und das ist vielen noch nicht klar.“

Aufgabe der russischen Wurzeln

Der Auszug aus Moskau geht einher mit der Verabschiedung der Neobank von einem Teil seiner russischen Wurzeln. Vivid Money wurde 2020 von zwei Managern der russischen Tinkoff Bank gegründet, von der das Fintech auch weitere Finanzierungen erhalten hat. Nun wird der Anteil der russischen Bank immer geringer. Durch weitere Finanzierungsrunden, bei der die Tinkoff-Gruppe nicht nachgelegt hatte, wurde der Anteil deutlich verwässert. Auch Oleg Tinkow, Gründer der Tinkoff Bank, musste zu Beginn des Krieges seine Anteile zu einem sehr geringen Preis an den Oligarchen Wladimir Potanin abgeben, da er aufgrund von heftiger Kritik am Krieg beim Kreml in Ungnade geraten ist.

Felicitas Schäfer

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