Bezahlen während Corona

Zahlungsverhalten in Deutschland

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich das Bezahlverhalten der Deutschen angepasst. Wegen vieler verschiedener Faktoren greifen viele eher zur Karte anstatt zu Bargeld. Eine Studie der Deutschen Bundesbank zeigt die Veränderung im Zahlungsverhalten.

Bargeld oder Kreditkarte? © gettyimages/jossnatu
Bargeld oder Kreditkarte? © gettyimages/jossnatu
Bar, per Karte oder Smartphone: Das Bezahlverhalten der Deutschen hat sich im Zuge der anhaltenden Covid-19-Pandemie verändert. Eine neue Studie der Deutschen Bundesbank hat untersucht, wie sich das Verhalten der deutschen Konsumenten durch die Corona-Krise verändert. 

Eine Studie der Deutschen Bundesbank

Die Kartenzahlung hat in den letzten Jahren bereits einen deutlichen Schub erlebt. Durch Corona haben die Deutschen Bürger nun noch mehr ihren Umgang mit Bargeld angepasst. Die Deutsche Bundesbank untersucht regelmäßig das Zahlungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland. Dafür befragt sie seit 2008 alle drei Jahre Bürgerinnen und Bürger nach ihren Einstellungen zu verschiedenen Zahlungsinstrumenten und erfasst, wie sie für Waren Dienstleistungen und alle weiteren Ausgaben in verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens bezahlen – sei es mit Bargeld, Karten oder anderen Zahlungsmitteln. Dazu wurden auch 2020 wieder 5.022 Personen im Zeitraum vom 18. August bis 19. Oktober befragt. 

Corona verändert das Bezahlverhalten

„Laut einer repräsentativen Bundesbankerhebung im Jahr 2020 haben bei den alltäglichen Ausgaben bargeldlose Zahlungsmittel und insbesondere Karten wesentlich an Bedeutung gewonnen“, sagte Burkhard Balz, der für den bargeldlosen Zahlungsverkehr zuständige Vorstand der Deutschen Bundesbank. Es wurden 30 Prozent aller erfassten Transaktionen mit Karte gezahlt - sei es an der Ladenkasse, in der Freizeit, im Onlinehandel oder bei anderen Zahlungsanlässen. 23 Prozent davon sind Zahlungen mit der Girocard oder anderweitigen Debitkarten, 6 Prozent sind Kreditkartenzahlungen und 1 Prozent der Transaktionen wurden mit einer Kundenkarte beglichen. Im Vergleich zu 30 Prozent Kartenzahlungen im Jahr 2020 waren es 21 Prozent in 2017. 60 Prozent aller getätigten Transaktionen sind auf Bargeldzahlungen zurückzuführen, 2017 waren es noch 74 Prozent. Dabei gaben die Befragten an, Bargeld für kleinere Beträge zu verwenden und ab 20 Euro eher zur Karte zu greifen. 

Wachsender Zuspruch für kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten

Auch die kontaktlose Zahlung wird häufiger aufgrund von Faktoren wie Schnelligkeit und Hygiene genutzt. 78 Prozent der Befragten, die eine Girocard mit Kontaktlos-Funktion besitzen, nutzen diese zur Bezahlung. So gaben zwei Drittel der Befragten an, die eine Kreditkarte mit Kontaktlos-Funktion besitzen, diese regelmäßig zu benutzen. „Mehr als ein Fünftel der Befragten, die kontaktlos bezahlten, probierte dies erstmals während der Corona-Pandemie aus“, erläuterte das Bundesbankvorstandsmitglied Balz. Personen über 55 Jahre und Frauen greifen häufiger zu kontaktlosen Zahlungsverfahren. Die Smartphone-Zahlungen sind allerdings noch nicht in der Breite angekommen: Nur 13 Prozent der Befragten haben das Handy bereits zum Begleichen einer Rechnung eingesetzt. Gründe dafür sind die unzureichende Sicherheit und die Kompliziertheit. Unter den Befragten greifen eher Jüngere unter 45 Jahren zur Bezahlung zum Smartphone.  

Felicitas Schäfer

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