Karteneinsatz auf Reisen

Kostenfallen beim Geldabheben im Ausland

Wenn Sie auf Reisen Geld in ausländischer Währung abheben möchten, lauern einige Gefahren auf Sie. Bis zu 13,7 Prozent zahlen Sie dabei mehr durch derartige Kostenfallen. Wir verraten Ihnen worauf Sie achten sollten!

Geldautomat im Ausland
Geldautomat im Ausland (© gettyimages)

Wenn Sie auf Reisen Geld in ausländischer Währung abheben oder mit der Karte in Geschäften bezahlen möchten, gibt es einiges zu beachten. Die Zeitschrift Finanztest führte zu diesem Thema Tests in 23 Ländern außerhalb der EU durch. Sowohl beim Abheben von Bargeld an Automaten, als auch bei der Kartenzahlung in Geschäften fielen einige versteckte Zusatzkosten an. Bis zu 13,7 Prozent Mehrkosten verlangen die Automatenbetreiber dabei von den unwissenden Reisenden. 

Verlust durch Sofortumrechnung

Die Sofortumrechnung wird an vielen ausländischen Geldautomaten als optionale Einstellung für die Bargeldabhebung oder für die Kartenzahlung in Geschäften angeboten. Die abzuhebende Summe wird sofort in die jeweilige Landeswährung umgerechnet.
Für die Reisenden scheint dies oft ein einfacher und unkomplizierter Weg zu sein.

Achtung

Aber Vorsicht: der Wechselkurs ist oft sehr viel schlechter als der von der eigenen Heimatbank. Zudem werden für die sofortige Umrechnung nicht selten hohe Gebühren fällig. Die Aufschläge der Automatenbetreiber betragen laut Finanztest 5 bis 13,7 Prozent.

 Der Trick der Sofortumrechnung fiel im durchgeführten Test vor allem in Europa auf.

Irreführung der Geldautomaten

Aufgrund der hohen Aufschläge ist es ratsam, die Möglichkeit der Sofortumrechnung abzulehnen. Allerdings gestaltet sich diese Einstellung an den Geldautomaten oftmals schwierig. Wird die Variante der sofortigen Umrechnung abgelehnt, kommt es vor, dass die Wahl der Ablehnung durch einen zusätzlichen Schritt ein weiteres Mal bestätigt werden muss. Die Nutzer werden dadurch in ihrer Entscheidung verunsichert.
Zudem sind die ausländischen Automaten in ihrer Bedienung und Nutzerführung häufig unübersichtlich und verwirrend aufgebaut. Die bewusste Entscheidung gegen diese Kostenfalle wird zusätzlich erschwert.
Leider können Reisende in diesem Fall  nicht auf bereits bekannte Banken vertrauen. So fiel auch die in Deutschland verbreitete Commerzbank im Test von Finanztest überwiegend negativ auf.

Schlechter Wechselkurs und Extra-Automatengebühr

Ein guter Wechselkurs ist für Reisende nur schwer einschätzbar. Die ausländischen Betreiber nutzen diese Unwissenheit gerne aus. Aussagen wie „0 Prozent Umrechnungsgebühr/Provision“ klingen in den Ohren der Verwender vertrauenswürdig und lenken die Kunden von einem schlechten Wechselkurs ab.
Während in Europa überwiegend der Trick der Sofortumrechnung angewendet wird, verlangen Automaten in Ländern wir der USA oder Südostasien ausschließlich Extragebühren. Die zusätzlichen Kosten betragen zwischen 2 und 6 Euro.

Tipp

Achten Sie aus diesen Gründen darauf, Ihr Bargeld nicht an Automaten mit schlechtem Wechselkurs oder zusätzlichen Gebühren abzuheben. Suchen Sie stattdessen nach kostengünstigeren oder sogar gratis Varianten.

Entscheidung für die richtige Karte

Neben den aufgeführten Kostenfallen im Ausland, verlangen auch einige Kartenausgeber für den Einsatz mit fremder Währung Gebühren. Sie haben die Möglichkeit zwischen kostenlosen und mit Gebühren belegten Karten. Letztere bieten dafür häufig Versicherungen oder andere Zusatzleistungen für Ihren Reiseaufenthalt. Je nachdem wofür und wie oft Sie die Karte verwenden möchten, eignen sich unterschiedliche Kreditkarten. Unser Kreditkartenvergleich hilft Ihnen dabei, die passende Karte für Ihren Auslandseinsatz zu finden.

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Sabrina Savelkouls

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