Selfie Payments

MasterCard plant Selfie statt Passwort

Zum Bezahlen nur noch in die Kamera blicken. Anstatt die PIN einzugeben, könnten MasterCard-Kunden ihre Einkäufe bald per Gesichtserkennung authentifizieren.

Selfie
• MasterCard will das Selfie zum Passwort machen
• die Testphase mit 500 Kunden gilt zunächst für Online-Einkäufe
• Selfies sollen sicherer als PIN sein

500 Kunden werden ab Herbst ihre Kreditkartenzahlungen testweise mit einem Selfie bestätigen können. Für MasterCard liegen die Nutzerfreundlichkeit und vor Allem die Sicherheit im Fokus des Tests. Ziel der Pilotphase: MasterCard will prüfen, ob man beim Bezahlen mit der Kreditkarte langfristig auf die PIN verzichten kann. Neben dem Selfie wird auch der Fingerabdruck als biometrisches Passwort getestet.

MasterCard: Zahlen per Gesichtsscan

Für junge Smartphone-Nutzer ist es das Normalste der Welt: Das Selfie – ein Foto des eigenen Gesichts. MasterCard möchte nun auf diesen Trend aufspringen und arbeitet an einer neuen Möglichkeit mobile Zahlungen über den Gesichtsscan zu bestätigen. Nutzer müssten sich auf Dauer kein Passwort mehr merken. In der Pilotphase sind zunächst nur Online-Zahlungen über die eigene Bezahl-App möglich. Verläuft der Test erfolgreich, wäre die Ausweitung des sogenannten Selfie Payments auf den stationären Handel denkbar.

MasterCard will mit Selfies sicherer werden

Natürlich ist es hip und prestigeträchtig, wenn MasterCard-Kunden künftig per Gesichtsscan bezahlen könnten. Letztlich steht aber besonders bei Kreditkartenzahlungen immer die Sicherheit im Vordergrund. Laut MasterCard sei die Authentifizierung per Selfie sicherer als die normale PIN-Eingabe. Eine Pin könne nämlich vergessen oder von Kriminellen geknackt oder ausgespäht werden. Kritik von Bürgerrechtlern, die das Sammeln biometrischer Daten fürchten, versucht MasterCard im Keim zu ersticken: Bei Bezahlvorgängen soll nach der Authentifizierung über den Gesichtsscan stets eine einmalige Transaktionsnummer generiert werden, die für die weitere Abwicklung benutzt wird. Somit wird nicht das Selfie, sondern dieser Code an relevante Stellen weitergeleitet. Das Foto selbst werde nur auf dem Smartphone des Besitzers gespeichert. Über die einmalige Transaktions-Nummer könne das Selfie nicht wieder hergestellt oder zurückverfolgt werden.

Weitere biometrische Passwörter von MasterCard geplant

Auch der Fingerabdruck als Passwort wird in der Testphase erprobt. Beim Bezahlen von Online-Einkäufen mit der MasterCard soll ein Popup-Fenster angezeigt werden, das dem Nutzer die verschiedenen Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung anzeigt. Neben Fingerabdruck und Gesichtsscan entwickelt MasterCard zusammen mit dem kanadischen Unternehmen Bionym ein Verfahren, in dem Nutzer bei Kreditkartenzahlungen anhand ihrer Herzfrequenz erkannt werden. Damit wäre der Weg für Zahlungen via Wearables (z.B. Smartwatches) geebnet.

Urszula Hulboj

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