Erhöhte Akzeptanz bei Kryptowährungen

Kryptowährungen: Programm-Erweiterung von Mastercard und Visa

Das Interesse der Verbraucher und die Investitionen in digitale Währungen wachsen. Aufgrund der Entwicklungen rücken diese in den Fokus von Kreditkartenunternehmen, die digitale Zahlungsmittel vermehrt in ihr Produktportfolio aufnehmen.

Kryptowährung © zoljo/gettyimages
Kryptowährung © zoljo/gettyimages

Kartenzahlungen haben in den letzten Jahren das Bargeld immer weiter verdrängt. Die Corona-Pandemie und das damit gestiegene Hygienebewusstsein beschleunigte diesen Prozess deutlich. Auch Kryptowährungen haben zuletzt von diesem Trend profitiert und erfreuen sich wachsender Akzeptanz in der Bevölkerung. Die beiden Kreditkarten-Riesen Visa und Mastercard sehen großes Potential bei Kryptowährungen und bauen dementsprechende Programme weiter aus.

Visa befasst sich mit Kryptowährung

Visa richtet den Fokus vor allem auf sogenannte Stablecoins. Das sind digitale Währungen, deren Wert meist an Fiat-Währungen gekoppelt sind. Fiatgeld ist eine Währung die keinen inneren bzw. festen Wert hat im Gegensatz zu Warengeld und durch gesetzliche Bestimmungen als Zahlungsmittel festgelegt wird, zum Beispiel der Euro. Nach Beendigung des Stablecoin-Projekts mit Facebook Diem (ehemals Libra) bleibt Visa weiterhin von der Technologie überzeugt und geht neue Partnerschaften ein, die dabei helfen, tagtägliche Zahlungen mit Kryptowährungen zu erleichtern. Im Dezember 2020 gab Visa die Kooperation mit Circle bekannt. Das Startup beschäftigt sich mit der US-Dollar Coin (USDC), einer Kryptowährung, die sich 1:1 am amerikanischen Dollarkurs orientiert. Gemeinsam wollen sie eine Kreditkarte ausstellen, mit der Unternehmen USDC-Zahlungen tätigen können. Neben Circle kooperiert Visa im Rahmen seines Krypto-Programms derzeit mit 25 weiteren Wallet-Anbietern.

Ebenfalls strebt Visa die Übernahme des Fintechs Plaid an. Das Startup ist Anbieter einer Software zur Verknüpfung digitaler Zahlungs-Apps. Plaid stellt ein Datennetzwerk dar, das Verbindungen zwischen mehr als 11.000 Banken und Finanzdienstleistern sowie mehr als 20 Millionen Verbraucherkonten bereitstellt.

Update:

Ein Jahr nach der Ankündigung der Partnerschaft gaben Visa und Plaid am 12. Januar 2021 bekannt, dass die Unternehmen ihre Fusionsvereinbarung gekündigt und sich mit dem Justizministerium darauf geeinigt haben, die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der geplanten Fusion einzustellen. Stattdessen arbeitet Plaid künftig mit Visa als Investor und Partner zusammen. Zach Perret, CEO und Mitgründer von Plaid, betont, dass Plaid sich voll und ganz auf den Aufbau der Infrastruktur zur Unterstützung von Fintechs konzentriere. Al Kelly, CEO von Visa Inc. sagte: "Wir sind zuversichtlich, dass wir uns vor Gericht durchgesetzt hätten, da die Fähigkeiten von Plaid die von Visa ergänzen und nicht konkurrieren. Wir glauben, dass die Kombination von Visa mit Plaid erhebliche Vorteile gebracht hätte, einschließlich größerer Innovationen für Entwickler, Finanzinstitute und Verbraucher. Es ist jedoch bereits ein ganzes Jahr vergangen, seit wir unsere Absicht, Plaid zu übernehmen, bekannt gegeben haben, und der langwierige und komplexe Rechtsstreit wird wahrscheinlich viel Zeit in Anspruch nehmen, um ihn vollständig zu lösen. Wir haben großen Respekt vor Plaid und dem Geschäft, das sie aufgebaut haben, und freuen uns auf unsere weitere Partnerschaft."

Mastercard ermöglicht Zahlungen mit Kryptowährungen

Auch Mastercard gibt die Erweiterung des Kryptowährungsprogamms bekannt und macht es für Verbraucher einfacher, Kryptowährungen zu kaufen und zu halten. Dadurch wird es auch für Partner einfacher, sichere Zahlungskarten, die Kryptowährungen wie Bitcoin enthalten, auf den Markt zu bringen. Um das Partnerschaftserlebnis zu verbessern, werden Kryptowährungs- und Kryptokartenpartner eingeladen, dem Accelerate-Programm von Mastercard für aufstrebende Marken und Fintechs beizutreten, wodurch sie Zugang zu allem erhalten, was sie für ein schnelles Wachstum benötigen.

„Der Kryptowährungsmarkt reift weiter und Mastercard treibt ihn voran, indem es sichere Erfahrungen für Verbraucher und Unternehmen in der heutigen digitalen Wirtschaft schafft", sagt Raj Dhamodharan, Vizepräsident der Digital-Asset-Sparte bei Mastercard. „Unsere Arbeit mit Wirex und dem breiteren Krypto-Ökosystem beschleunigt die Innovation und ermöglicht den Verbrauchern mehr Auswahl bei der Art und Weise, wie sie bezahlen." Wirex ist eine digitale Zahlungsplattform mit der Mission Kryptowährungen und traditionelle Währungen gleichberechtigt und für jeden zugänglich zu machen. Das Unternehmen ist die erste Kryptowährungsplattform, die eine Hauptmitgliedschaft von Mastercard erhält und direkt Zahlungskarten ausgibt. Dadurch ist es für den Nutzer einfacher mehrere Kryptowährungen zu kaufen, zu halten und zu tauschen. Verbraucher können ihre Kryptowährungen sofort in traditionelle Fiat-Währung umwandeln, die überall dort ausgegeben werden kann, wo Mastercard auf der ganzen Welt akzeptiert wird. Wirex soll nicht der einzige Kooperationspartner bleiben. „Der Markt für Kryptowährungen ist auf dem Vormarsch und wir bei MasterCard gehören zu denjenigen, die ihn mit vorantreiben. Dabei verlieren wir die Sicherheit der Verbraucher und die Anforderungen der Unternehmen in der heutigen digitalen Wirtschaft nicht aus dem Blick", so Dhamodharan.

Mastercard bereitet sich weiter auf die Zukunft von Kryptowährungen und -zahlungen vor und kündigt im Februar 2021 die Unterstützung einiger Kryptowährungen im eigenen Netzwerk im Laufe diesen Jahres an.

Hier finden Sie eine Übersicht von Kreditkarten mit denen eine Bezahlung in Kryptowährung möglich ist.

Felicitas Schäfer

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