Krypto-Geschäft

Krypto-Kreditkarten: Immer mehr Banken starten Krypto-Geschäft in Deutschland

Das Angebot an Krypto-Dienstleistungen in Deutschland wächst stetig an. Immer mehr Unternehmen bieten in diesem Zusammenhang auch Kreditkarten an, die eine Bezahlung in Krypto-Währung ermöglichen. Hier erfahren Sie mehr über die Anbieter!

Krypto-Währungen
Krypto-Währungen (© gettyimages)

Das Angebot an Krypto-Dienstleistungen in Deutschland wächst stetig an. Immer mehr Unternehmen bieten in diesem Zusammenhang auch Kreditkarten von Visa oder Mastercard an, die eine Bezahlung in Krypto-Währung ermöglichen. Der Austausch in diese Währungen erfolgt dabei nahezu in Echtzeit mittels zugehöriger Apps der jeweiligen Anbieter. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Zahlungskarten um Debitkarten. Nachfolgend finden Sie einige namhafte Anbieter von Krypto-Kreditkarten, die den deutschen Markt bereits erobert haben oder es in naher Zukunft vorhaben.

Binance

Binance Card
Binance Card (© Binance.com)

Binance zählt zu den weltweit führenden Krypto-Börsen. Die Plattform für den Krypto-Währungsaustausch, die ursprünglich in China gegründet wurde, hat seinen Hauptsitz heute in Malta. Für August 2020 kündigt das Unternehmen jetzt seine eigene Kreditkarte an. Die Binance Card wird zum Launch in allen Ländern des europäischen Wirtschaftsraums verfügbar sein.
Ob die Zahlungskarte von Mastercard oder Visa unterstützt wird, hängt dabei von dem Wohnsitz des jeweiligen Kunden ab. Die Verwaltung der Binance Card erfolgt über eine eigene Card-Wallet, welche die Krypto-Währung bei Bezahlvorgängen automatisch in Fiat umrechnet. Die Fiat-Währung bezeichnet heute Geld, welches von der Zentralbank ausgegeben wird, wie beispielsweise unseren Euro. Für den Marktstart ist derzeit nur die Herausgabe virtueller Kreditkarten geplant, die anschließend über Google Pay, Samsung Pay und online eingesetzt werden können.
Binance bestätigt jedoch bereits die laufende Produktion der physischen Versionen. Details über die einzelnen Konditionen der neuen Krypto-Kreditkarte sind hingegen noch nicht weiter bekannt. Aufgrund seiner Funktion als Zwischenhändler, müssen zukünftige Nutzer der Krypto-Plattform jedoch mit Gebühren für den Währungsaustausch rechnen. Eine direkte Bezahlung in Bitcoin ohne Zwischenstelle bleibt somit bis auf weiteres aus.

Bitwala

Bitwala Debit Mastercard
Bitwala Debit Mastercard (© Bitwala GmbH)

Bei Bitwala handelt es sich um einen Finanzdienstleister aus Berlin, mit dessen Produkt Nutzer Ihre Bitcoin- und Euro-Währung gemeinsam an einem Ort verwalten können. Das Bankkonto ist im Bundle mit einer Debit-Mastercard erhältlich und wird in Kooperation mit der SolarisBank herausgegeben. Das Angebot verbindet somit einen regulären Banking-Service, ein Bitcoin-Wallet und ein integriertes Krypto-Trading auf einer Plattform. Die Kontoführung sowie die Nutzung der Karte sind dauerhaft beitragsfrei. Als Krypto-Währungen akzeptiert Bitwala Bitcoins und Ether, die in eigenen Wallets gespeichert werden. Für den Krypto-Währungshandel wird zusätzlich zu den jeweils gültigen Netzwerkgebühren 1 % des Transaktionsvolumens berechnet. Bei Bitcoin-Überweisungen erhebt Bitwala jedoch keine zusätzlichen Gebühren. Zudem erhalten Nutzer Krypto-Dienstleistungen wie ein Steuerreporting für alle Krypto-Währungskäufe und -Verkäufe sowie eine vorgefertigte Steuererklärung.

Alle Details zur Bitwala Debit Mastercard finden Sie hier!

TenX

TenX Visa Card
TenX Visa Card (© TenX)

TenX ist ein FinTech mit Firmensitz in Singapur, das sich auf Krypto-Geschäfte konzentriert. Das Unternehmen zeichnet sich insbesondere durch die Möglichkeit aus, direkt in Kryptowährungen zu bezahlen. Hierdurch fallen lästige Gebühren in Folge der sonstigen Umrechnung in Fiat weg.
Derzeit unterstützt die eigene Wallet Bitcoin, Ethereum und Litecoin als Krypto-Währungen. 
Bereits seit 2017 plante TenX eine eigene Kreditkarte auf den Markt zu bringen. Im März 2020 kündigte der Dienstleister nach längerer Wartezeit schließlich den Launch der Zahlungskarte für Österreich und Deutschland an. Grundlage hierfür bietet eine E-Money Lizenz aus Liechtenstein, welche die Genehmigung für den europäischen Markt liefert. Die TenX Card wird von der Wirecard Card Solutions Ltd in Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister Visa herausgegeben. Dieser Hintergrund hatte in der Vergangenheit bereits zu Problemen geführt. Nach einer Störung der Plattform war es Nutzern demnach nicht mehr möglich Zahlungen mit ihrer Kreditkarte zu tätigen oder Bitcoins mit dieser zu erwerben. Wirecard versicherte nach diesem Vorfall jedoch die priorisierte Sicherheit aller angelegten Kundengelder. Aktuell bietet TenX ein Hybrid-Modell für seine Kreditkarte an, welche die Verwaltung von Krypto- und Fiat-Währung zusammen in einer Wallet ermöglicht.

Crypto.com

MCO-Visa-Card
MCO-Visa-Card (© Crypto.com)

Crypto.com ist ein stark wachsendes Start-up aus Hongkong mit der Vision, den Übergang zu Krypto-Geschäften weltweit zu beschleunigen. Die Plattform bietet alle vorstellbaren Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr mit Krypto-Währungen an. Insbesondere das breite Produktportfolio bezüglich der Kreditkarten zeichnet das Unternehmen dabei aus. Seit Mai 2020 sind die MCO-Visa-Kreditkarten in Europa verfügbar. Aufgrund der weiten Marktabdeckung in Asien, Europa und den USA sind die Kreditkarten des Start-ups derzeit die meist verbreiteten der Welt. Die Zahlungskarten werden mittels eigener App verwaltet, welche alle Anwendungen von Kaufen, Verkaufen, Investieren und Traden von Krypto-Währungen zur Verfügung stellt. Ein Kredit kann hierüber ebenfalls aufgenommen werden. Die Kreditkarten sind dauerhaft gebührenfrei und sowohl als klassische Plastikkarte als auch Platinum-Metall-Karten in verschiedenen Designs verfügbar. Zusätzlich erhalten Kunden weitere nennenswerte Vorteile wie beispielsweise kostenlose Bargeldabhebungen, ein Cashback-System und Rabatte auf Streaming-Dienste wie Spotify, Netflix oder Amazon Prime. Die MCO-Visa-Karten werden ebenfalls von Wirecard mit der Lizenz von Visa herausgegeben. Aufgrund der zunehmenden Problematik in Bezug auf Wirecard musste crypto.com im Juni dieses Jahres seine Aktivitäten und Funktionen einschränken. Knapp einen Monat später erhielt Wirecard jedoch die Berechtigung, seine Zahlungsdienste vorübergehend wieder aufzunehmen. Bislang sind alle Anwendungen der Krypto-Kreditkarten wieder reaktiviert.

Sabrina Savelkouls

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