Mit einer Karte auch alle anderen nutzen

Curve vereint alle Giro – und Kreditkarten

Die Vorteile verschiedener Kreditkarten nutzen und dabei nur eine bei sich tragen.

Alles in einer App und Karte: Mit Curve soll das gehen. © Curve
• Eine für alle: Die Curve MasterCard bündelt alle Giro- und Kreditkarten.
• Dank der App ist es egal, welche Kreditkarte in einem Laden akzeptiert wird.
• Der Beta-Test startet im März 2016.

Mit Curve verschmelzen alle Giro- und Kreditkarten zu einer Karte und einer App, indem die unterschiedlichen Kreditkarten mit der Smartphone-Kamera eingescannt und in der App hinterlegt werden. Möchte man nun in einem Geschäft mit einer American Express Kreditkarte bezahlen, auch wenn der Laden nur MasterCard akzeptiert, kann die Karte in der App ausgewählt werden. So legt man zwar die Curve MasterCard vor, stellt aber in der App ein, dass von der American Express Kreditkarte abgebucht wird. Das Londoner Startup beginnt ab März 2016 mit einem großangelegten Beta-Test. Es werden 10.000 Curve Kreditkarten an Personen mit Wohnsitz innerhalb der EU verschickt.


















Und so sieht die Curve MasterCard aus. © Curve

Curve MasterCard und App: Was bringt das Paket?

In erster Linie ist es angenehm nicht mehr alle Kreditkarten parat zu haben und dementsprechend manuell zu verwalten. Eine einzige Kreditkarte im Portemonnaie reicht mit Curve aus. Möchte man nun im Aldi oder Lidl mit der Visa Kreditkarte zahlen, ist das problemlos mit der MasterCard möglich, da die Abbuchung im Hintergrund der gewünschten Kreditkarte zugeteilt wird.

Die Vorteile der Curve App sind offensichtlich: Die App zeigt nicht nur die hinterlegten Giro- und Kreditkarten an, sondern auch die damit verbundenen Ausgaben. So ist jederzeit auf einen Blick klar, wie viel von einer Kreditkarte abgebucht wird und an wen der Betrag geht. Die Karte lohnt sich somit bereits für Personen, die mehr als 2 Girokarten und/oder Kreditkarten regelmäßig nutzen.

Wer die Kreditkarte vor allem im Urlaub einsetzt, der kann sich über eine verringerte Gebühr für den Auslandseinsatz freuen. Bezahlt man nämlich in einer Fremdwährung, rechnet Curve mit dem regulären Wechselkurs von MasterCard um und veranschlagt nur eine Gebühr von einem Prozent. Zum Vergleich: Die meisten großen Banken nehmen knapp zwei Prozent einer jeden Summe als Gebühr. Curve ist somit tatsächlich um einiges günstiger.

Meet Curve : more than just a card

Alles über Curve, die MasterCard und die App erfahren Sie auch im Werbespot des Startups. © Curve//youtube

Gibt es einen Haken bei der Curve MasterCard?

Drei Aspekte der Karte sollte man vorab wissen:

  • Die Curve App gibt es derzeit nur für iOS. Die Version für Android wird aber bereits entwickelt und sollte nicht allzu lange auf sich warten lassen.
  • Es gibt eine blaue und eine schwarze Edition der Curve MasterCard: Die blaue Karte kostet einmalig 35 britische Pfund (umgerechnet ca. 45 Euro). Die schwarze Curve kostet 75 Pfund (ca. 96 Euro) und enthält bessere Treue-Programme.
  • Sollte man persönlichen Kontakt zur Bank aufnehmen wollen, so geht das nur über die britische Bank Wirecard Card Solutions Ltd. In Deutschland wird es auch nach dem Beta-Test noch keinen Ansprechpartner geben.

Richtige Nachteile gibt es also nicht wirklich, da sich die drei Aspekte mit der Zeit wahrscheinlich ergeben werden. Dass Kreditkarten je nach Zusatzleistung auch etwas kosten, ist verständlich und bei einmaligen 45 Euro lässt sich das gut verkraften. Hier sollten Nutzer aber dringend darüber nachdenken, ob sich diese Investition auch wirklich lohnt, denn wer nur sehr selten mit der Kreditkarte bezahlt, der behält vermutlich auch ohne die Curve MasterCard und App die Übersicht.

Sollte bald die Android Version erscheinen, bleibt nur noch das Hindernis mit dem Ansprechpartner. Wenn das Produkt in Deutschland erfolgreich läuft, wird früher oder später ein deutscher Standort eröffnet.

Urszula Hulboj

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