Neuer Bezahldienst

boon. von Wirecard geht an den Start

Der eine geht, der andere kommt: Mit boon. von Wirecard versucht sich aber diesmal ein sehr erfahrener Anbieter am Mobile Payment Markt.

Mit boon. soll das alltägliche Einkaufen vereinfacht werden. © Wirecard
• boon. verspricht sicheres, schnelles und unkompliziertes Bezahlen per NFC
• Kein zusätzliches Girokonto und keine neue Kreditkarte sind nötig, um boon. zu nutzen
• Das Bezahlen funktioniert auch ohne Internetverbindung

Der eine geht, der andere kommt. Nachdem das Versandhandelsunternehmen Otto seinen Bezahldienst Yapital eingestellt hat, geht nun ein neuer Anbieter an den Start. „boon.“ heißt das Mobile Payment Angebot von Wirecard.

Wie funktioniert boon.?

Mit boon. können die Nutzerinnen an allen NFC-fähigen Kassen und dort, wo MasterCard PayPass akzeptiert wird, per Smartphone bezahlen. Der Dienst wird direkt zum Start gleich in vier Ländern angeboten: Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Österreich. Gezahlt wird an der Kasse ausschließlich über die App.

Um mit boon. zu bezahlen, hält man das Smartphone an ein Kassenterminal. Vorher muss jedoch Guthaben in die App geladen werden. © Wirecard

Was kann boon, was andere Apps nicht können?

Laut Wirecard ist boon. innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Damit soll lästigen, langwierigen und fehlerhaften Anmeldeverfahren vorgebeugt werden. Das Guthaben kann sowohl über eine Kreditkarte als auch per Überweisung vom Girokonto in die App verschoben werden. Das Besondere: Beim Bezahlen ist der Kunde nicht mehr von der Internetverbindung abhängig, da auch offline – ganz ohne Netzempfang – gezahlt werden kann. Die Datenkommunikation läuft dabei über NFC.

boon. ist in den ersten zwölf Monaten kostenfrei, danach wird rund ein Euro im Monat fällig. Das Aufladen des Guthabens mit der Kreditkarte kostet einen Prozent der Aufladesumme, mindestens jedoch einen Euro. Bezahlen im Ausland wird mit 1,25 Prozent des jeweiligen Umsatzes berechnet.

Wie sicher ist boon.?

Die hinterlegten Bank- und Kreditkartendaten werden nicht an den Händler weitergegeben. Insgesamt werde laut Wirecard darauf geachtet, dass ähnlich hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden wie bei Zahlungen mit Chip-Karten. Das bedeutet zum Beispiel, dass jede Zahlung nur verschlüsselt übertragen wird. Dafür wird die Softwaretechnologie HCE (Host Card Emulation) eingesetzt, die heute in vielen Android-Smartphones ab 4.4. KitKat für eine sichere Datenübertragung sorgt.

Wirecard | boon. Mobile Payment just like you want it to be!

So funktioniert boon. Video: youtube © Wirecard

Vor jedem Bezahlvorgang wird die vorher festgelegte PIN abgefragt. Das Guthaben liegt hierbei nicht auf dem Telefon, sondern auf einem "Prepaid-Konto", ähnlich einer Prepaid-Kreditkarte. Rabatt- und Bonusprogramme werden noch nicht angeboten, sind aber vorgesehen. Da Wirecard, der Betreiber von boon. ein äußerst erfahrener Anbieter ist und bereits als Kooperationspartner an der BaseWallet, an mPass und an Orange Cash mitarbeitet, stehen die Chancen gut, dass die Bezahl-App erfolgreicher als Yapital sein wird.

Urszula Hulboj

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