Neuer Bezahldienst

Mit Google Hands Free bezahlen, während das Smartphone in der Tasche bleibt

Mit Google Hands Free bleiben beim Bezahlen an der Kasse die Hände für die Einkäufe frei. In Deutschland gibt es diese App zwar noch nicht, aber auch wir haben bereits die ein oder andere mobile und kontaktlose Alternative.

Hände frei für die Einkäufe mit Google Hands Free. © Google
• Mit Google Hands Free bezahlen und dabei die Hände für die Einkäufe frei haben.
• Das Smartphone und das Portemonnaie bleiben in der Tasche.
• Die App wird zurzeit in San Francisco getestet.

In den USA testet Google derzeit eine neue App, die es ermöglichen soll mit dem Smartphone zu bezahlen, selbst, wenn es in der Hosentasche oder Handtasche liegen bleibt. Bei Hands Free ist der Name Programm: Sowohl Android als auch iOS-Nutzerinnen können die App herunterladen, sich registrieren und ihre Kreditkarte hinterlegen, um beim Bezahlen an der Kasse nur noch die Initialen des eigenen Namen nennen zu müssen.

Nutzerinnen der Hands Free App werden automatisch durch das elektronische Kassensystem erkannt, sobald sie sich im Geschäft befinden. An der Kasse sagt man nun, dass man mit Google bezahlen möchte und nennt jeweils den ersten Buchstaben des Vor- und Nachnamen. Das Kassenpersonal kann dann das Profil des Kunden auswählen und das Foto mit der Person zur Sicherheit vergleichen. Möglich wird das durch Bluetooth Low Energy, die standortbasierten Daten des Nutzers und WLAN. Hands Free funktioniert losgelöst von Android Pay, dem umfassenden Bezahldienst von Google. Somit können Kunden auch ohne Android Pay die App nutzen.

So wirbt Google für Hands Free. © Google

Hands Free zeigt vor allem eines: Die Amerikanerinnen sind in Bezug auf bargeldlose Bezahlverfahren bereits einige Schritte weiter als die Europäerinnen und vor Allem als deutsche Nutzerinnen. Das liegt in erster Linie daran, dass sich in Europa kein mobiles Bezahlverfahren durchgesetzt hat und die Masse an Anbietern recht unübersichtlich ist. Wahrscheinlich wird die Nutzung solcher Dienste erst dann steigen, wenn Apple Pay, Samsung Pay und Android Pay hier in Deutschland verfügbar sind. Die geringe Nutzung liegt aber auch daran, dass viele Kunden von den bereits jetzt existierenden Möglichkeiten kontaktlos und mobil zu bezahlen, gar nichts wissen.

Hands Free von Google: Gibt es Alternativen, die auch in Deutschland verfügbar sind?

So kann auch in Deutschland bereits mit sogenannten Mobile Payment Kreditkarten bezahlt werden. Das sind kontaktlose Kreditkarten, die ohne PIN oder Unterschrift nur kurz an das Lesegerät gehalten werden müssen. Die Lesegeräte in den meisten Supermärkten und anderen Geschäften sind bereits für kontaktlose Zahlungen aufgerüstet. Beispielsweise haben Lidl und Aldi das kontaktlose Bezahlen seit einiger Zeit eingeführt. Zwar sind die Hände mit Mobile Payment Kreditkarten nicht ganz so frei wie bei der Hands Free App, aber immerhin entfällt bei den alltäglichen Einkäufen die PIN-Eingabe oder die Unterschrift.

Als Alternative zu Hands Free eignet sich am Besten eine Prepaid-Kreditkarte, die gleichzeitig noch kontaktlos eingesetzt werden kann. Da gibt es zum Beispiel die Fidor SmartCard, die einfach mit einer benötigten Summe aufgeladen wird, sodass sie nicht überzogen werden kann.

Urszula Hulboj

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